Drei Fragen an

„Den Schiris Respekt zollen“

von Redaktion

Carmen-Jutta Gardill aus Seeon ist die einzige Kandidatin, wenn die Vereine am 19. Januar (19 Uhr) im Rosenheimer Kultur- und Kongresszentrum (Kuko) einen neuen Kreisvorsitzenden wählen.

Warum braucht der BFV eine eigene Kreisvorsitzende?

Ich will Vermittler sein zwischen dem Verband und den Vereinen. Man muss den Vereinen klarmachen, dass sie selbst der Verband sind und nicht ‚die da oben‘. Dazu muss man viele Gespräche führen. Diese Zeit hat man nicht, wenn man auch noch den Spielbetrieb leitet.

Was sind Ihre vordringlichsten Aufgaben?

Wir müssen den Fair-play-Gedanken im Fußball wieder mehr leben. Dazu gehört, den Schiedsrichtern den Respekt zu zollen, den sie verdient haben. Das ist leider auch im Kreis nicht mehr selbstverständlich. Es kann nicht sein, dass wir heute schon in der D-Jugend Spielabbrüche erleben. Auch die Integration ist – gerade in Rosenheim – ein großes Thema. Der Fußball kann viel bewirken, auch außerhalb des Platzes. Die Organspende ist da nur ein Beispiel.

Und langfristig?

Das Engagement in den Vereinen wird immer kurzfristiger. Dass wir Mitarbeiter für 20-jährige Tätigkeit ehren können, wird immer seltener werden. Doch jeder Wechsel stellt auch uns vor Herausforderungen. Jeder neue Abteilungsleiter oder Betreuer muss erst einmal mit den Regeln vertraut werden. Ich hatte schon mit Leuten zu tun, die erstaunt waren, dass ihr Verein für eine kurzfristige Spielabsage bestraft wird.Interview: Alexander Hübner

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