Brezno-Osrblie – Dabei sorgten zwei Sportler aus dem Stützpunkt Ruhpolding für die Podestplätze. Florian Graf (WSV Eppenschlag) wurde im zweiten Sprint ebenso Dritter wie Karolin Horchler (WSV Clausthal-Zellerfeld) im zweiten Sprint der Frauen.
Und dieser war an der Spitze besonders spannend: Das Führungsquartett aus Juliana Kaischewa, Irina Uslugina (beide Russland/+1,3 Sekunden), Karolin Horchler (+1,6) und Kaia Woien Nicolaisen (Norwegen/+1,7) war dicht zusammen. Dahinter folgten Luise Kummer (SVE Frankenhain) und Karolin Horchlers Schwester Nadine (SC Willingen). Im Feld der 95 Teilnehmerinnen hielt auch Stützpunkt-Athletin Anna Weidel (WSV Kiefersfelden) als 13. sehr gut mit.
Auch den ersten Sprint hatte Kaischewa gewonnen, und hinter Chloe Chevalier (Frankreich) sowie der Norwegerin Nicolaisen hatte Karolin Horchler (+13,9) als Vierte nur um sechs Zehntelsekunden einen weiteren Podestplatz verfehlt. Die 28-Jährige bewies damit einmal mehr, dass sie hinter den regelmäßig im Weltcup eingesetzten „Großen Sechs“ (Laura Dahlmeier, Franziska Hildebrand, Franziska Preuß, Denise Herrmann, Maren Hammerschmidt, Vanessa Hinz) – die derzeit stärkste Deutsche ist. Sollte eine der anderen Sportlerinnen auf einen Weltcup verzichten, wäre sie erste Anwärterin auf einen freien Platz. So sieht es auch der für den IBU-Cup zuständige Trainer Remo Krug.
Der Inzeller lobte, dass bereits in den ersten Wettkämpfen der Serie neben Karolin Horchler „auch die anderen Sportlerinnen ordentlich dabei“ gewesen seien. Dies bestätigten sie nun auch in der Slowakei. Denn Luise Kummer (7.), Nadine Horchler (11.) und Anna Weidel (12.) hatten auch im ersten Sprint ganz vorn mitgemischt.
Bei den Herren war Krugs Zwischenbilanz etwas zurückhaltender. „Teils, teils“ sei es gelaufen. „Vor allem bei der Schießtechnik hat sich das Auf und Ab immer weitergezogen.“ Auch Michael Willeitner und Florian Graf sind hier unter ihren Möglichkeiten geblieben. Im zweiten Sprint von Brezno-Osrblie präsentierte sich das DSV-Team insgesamt deutlich stärker als im ersten Durchgang. Den hatte Simon Fourcade, älterer Bruder von Weltcup-Dominator Martin Fourcade, vor dem norwegischen Duo Fredrik Gjesbakk sowie Vegard Gjermundshaug gewonnen. Graf war als Elfter bester Deutscher geworden. Die weiteren Ränge: 19. David Zobel (SC Partenkirchen; 21. Philipp Nawrath; 28. Michael Willeitner (SK Berchtesgaden/beide Stützpunkt); 29. Lucas Fratzscher (WSV Oberhof); 44. Marco Groß (SC Ruhpolding). Im zweiten Durchgang gewann Gjermundshaug vor Simon Fourcade sowie Graf (+27,3). Stark präsentierten sich auch Nawrath (9.) und Groß (22.). Die weiteren Ränge: 29. Zobel; 31. Willeitner; 36. Fratzscher.who