Eishockey-Oberliga Süd

Spiele mit Play-off-Charakter

von Redaktion

Starbulls Rosenheim gastieren heute zum Derby in Landshut – Am Sonntag, 17 Uhr, kommt Peiting

Rosenheim – Auch wenn es noch zwei Monate dauert, bis die erste Play-off-Runde in der Oberliga startet, so stehen am letzten Wochenende der Hauptrunde zwei Spiele mit Play-off-Charakter für die Starbulls Rosenheim auf dem Programm. Vor allen Dingen heute, 19.30 Uhr, in Landshut gibt es ziemlich sicher eine heiße Auseinandersetzung, wenn Spitzenreiter Rosenheim (67 Punkte) auf den Viertplatzierten Landshut (64 Punkte) trifft. Verlieren die Starbulls, sind sie den Platz an der Sonne vor dem Heimspiel am Sonntag, 17 Uhr, im emilo-Stadion gegen den Tabellenfünften Peiting erst einmal los.

Bei einer Niederlage droht sogar das Abrutschen auf Platz vier in der Tabelle, weil die vier Topteams der Liga nur durch drei Punkte voneinander getrennt sind. Spannender geht es gar nicht, bevor es nächste Woche in einer Einfachrunde mit Hin- und Rückspiel um die Oberliga-Süd-Meisterschaft geht. Dabei spielen die ersten acht Teams auch die Platzierungen für die am 9. März beginnende Play-off-Runde aus. Die bisher erreichten Punkte und Tore werden in diese Einfachrunde mitgenommen.

Mit dem möglichen Verlust der Spitzenposition will sich Starbulls-Trainer Manuel Kofler nicht beschäftigen: „Ganz ehrlich interessiert mich das jetzt gar nicht. Die Teams sind so eng zusammen, da kann sich die Tabellenposition von Spieltag zu Spieltag wieder ändern und das ist für die Zuschauer und den Sport ideal. Die Spiele in Landshut und zu Hause gegen Peiting haben schon Play-off-Charakter.“

30 Spieltage auf Platz eins und zwei

30 Spieltage lang standen die Starbulls Rosenheim bisher auf Tabellenrang eins oder zwei der Eishockey-Oberliga Süd und haben oft genug trotz schwieriger Personalsituation die Spitzenposition verteidigt. Und heute will man das wieder tun und zwar seit Langem wieder einmal mit fast voll besetztem Kader und zwei Kontingentspielern. „Petri Lammassaari hat am Mittwoch erstmals nach seiner Viruserkrankung wieder mit der Mannschaft trainiert und er wird spielen – zusammen mit Jussi Nättinen und Michael Fröhlich“, verrät Manuel Kofler vor dem Spiel beim heimstärksten Team der Liga.

Der EV Landshut hat 14 von 15 Heimspielen in dieser Saison gewonnen, gab dabei nur in den Verlängerungs-Partien gegen Weiden (6:5) und Deggendorf (5:4) jeweils einen Punkt ab. Die letzte und einzige Heimniederlage datiert vom ersten Spieltag am 29. September gegen den EV Regensburg (1:3). Beim ersten Gastspiel in Landshut am 15. Oktober agierten die Starbulls zwar über 60 Minuten auf Augenhöhe, mussten sich aber dennoch mit 1:4 geschlagen geben. Aus den beiden Heimspielen stehen dagegen zwei Rosenheimer Derbysiege gegen den niederbayerischen Rivalen zu Buche: 3:1 am 1. Oktober und 3:2 (im Shoot-Out) am 24. November.

Erstmals in einem Spiel gegen die Starbulls im EVL-Trikot im Einsatz wird an diesem Freitag Viktor Lennartsson sein. Der schwedische Stürmer, auf Leihbasis als temporärer Ersatz für den längerfristig ausfallenden David Wrigley (Kieferbruch) verpflichtet, erzielte in zehn Spielen für den EVL bereits elf Treffer, traf allerdings in den letzten fünf Spiele nur einmal und machte zwei Assists. Das Leihgeschäft mit den Lausitzer Füchsen wäre eigentlich schon wieder beendet, wurde aber für die Spiele dieses Wochenende verlängert. Weil sich auch das Landshuter Lazarett immer mehr lichtet – im Derby gegen Rosenheim plant nun auch der seit fünf Wochen wegen einer Knieverletzung ausgefallene Bill Trew sein Comeback – trifft das Starbulls-Ensemble auf einen personell herausragend besetzen Gegner.

Mit dem Heimspiel am Sonntag gegen Peiting – Spielbeginn im emilo-Stadion ist um 17 Uhr – schließen die Starbulls Rosenheim die Hauptrunde der Oberliga Süd ab. Sehr bemerkenswert ist die Offensivausbeute der Mannschaft von Trainer Sebastian Buchwieser. Der „Oberliga-Dino“ (seit 38 Jahren mit zwei kurzen zweitklassigen Intermezzi durchgehend in der dritthöchsten Spielklasse zu Hause) hat in 30 Spielen schon 136 Tore erzielt und ist damit in der Oberliga Süd fast spitze. Vor allem Deutsch-Kanadier Ty Morris (bisher 53 Scorerpunkte) und Tscheche Milan Kostourek (50 Punkte) stehen für herausragende Sturm-Qualität, dazu kommt mit US-Amerikaner Brad Miller (44 Punkte) der mit Abstand am erfolgreichsten scorende Verteidiger der gesamten Liga. bz/mh

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