Wasserburg – Zum Abschluss der „englischen Woche“ mit dem knappen Pokalsieg gegen Herne und Kantersieg gegen Heidelberg erwartet der Wasserburger Trainer Nikolay Gospodinov in Halle trotz der derzeitigen Tabellensituation ein hartes Spiel und warnt vor allem vor Brittany Hrynko. Die US-amerikanische Aufbauspielerin ist mit 5,1 Assist pro Spiel die beste Vorlagengeberin der DBBL und gehört mit 16,4 Punkten im Schnitt zu den Top-Ten der Liga, ebenso wie ihre Teamkollegin Khadijan Shumpert mit 16,9 Zählern.
„Wir müssen ihre schnellen Gegenangriffe stoppen und im Rebound gut arbeiten“, gibt Gospodinov als Vorgabe für die Partie aus. Dabei wird der Tabellenführer voraussichtlich nicht auf die Dienste von Annika Holopainen zählen können, die sich am Mittwoch eine leichte Verletzung am Fuß zugezogen hat. Auch im Hinspiel im Oktober in der Badria-Halle mussten die Wasserburgerinnen mit einem dezimierten Kader antreten, konnten eine zerfahrene Partie, die lange Zeit sehr ausgeglichen war, erst im letzten Viertel für sich entscheiden und mit 82:74 gewinnen.
In Halle ist man mit dem bisherigen Saisonverlauf absolut nicht zufrieden. Mit nur sechs Punkten steht das Team aus Sachsen-Anhalt zusammen mit den beiden Aufsteigern Heidelberg und Göttingen nach 13 Spieltagen am Ende des Klassements. Lediglich gegen eben diese beiden Teams konnte zu Hause gewonnen werden. Dazu kommt ein Sieg beim Tabellenfünften Marburg. Anfang Dezember trennte Halle sich dann von Coach René Spandauw, aber auch dessen Nachfolger Christian Steinwerth konnte keine Wende erreichen. Nach einem Sieg in seiner ersten Partie als Chef gegen Heidelberg sind die Lions mittlerweile seit fünf Spielen sieglos. soa