Ruhpolding – Ob’s am Jubiläum „40 Jahre Biathlon in Ruhpolding“ lag, am spannenden Termin kurz vor den Olympischen Spielen im südkoreanischen Pyeongchang oder am allgemeinen Boom, den die Sportart in den vergangenen Jahren erlebt hat? Der Weltcup in der Chiemgau-Arena hat jedenfalls mit 90500 Zuschauern den größten Zuspruch seit dem Jahr 2009 verzeichnet. Und das kann auch in den kommenden vier Jahren gefeiert werden: Für diesen Zeitraum hat die Internationale Biathlon-Union (IBU) den Vertrag mit Ruhpolding verlängert. Das bestätigte Herbert Ringsgwandl vom Organisationskomitee. Für den selben Zeitraum ist auch der zweite deutsche Weltcup gesichert, der in Oberhof stattfindet.
Die IBU vergibt die Weltcups immer für die „Olympiaden“, also die Zeiträume zwischen den Olympischen Winterspielen. Mit den Weltcups 2018 liefen also die aktuellen Verträge aus. Weil immer mehr mögliche Austragungsorte aus aller Welt auf den boomenden Biathlon-Zug aufspringen möchten, hatte es international Diskussionen gegeben: Braucht es wirklich (noch) zwei deutsche Weltcups?
Spätestens heuer haben die Fans ein klares Zeichen gesetzt: So viele Zuschauer wie zu den beiden deutschen Weltcups kommen nirgends, mithalten können ansatzweise nur Antholz (Italien) und Nove Mesto (Tschechien). Und so ist es am Ende keine große Überraschung, dass Ruhpolding und Oberhof für weitere vier Jahre im Wettkampfkalender stehen werden. „Das freut uns natürlich sehr, und wir haben nun wieder Planungssicherheit“, sagte Ringsgwandl.
Etwas Verwirrung hatte es um den Termin des Weltcups 2019 gegeben, für den Oberhof traditionell in der ersten und Ruhpolding in der zweiten Januar-Woche die Gastgeber sind. Die Wettkämpfe im nächsten Jahr sind von 15. bis 20. Januar geplant. ZDF-Experte Herbert Fritzenwenger klärte auf: Die Verschiebung nach hinten ist in der Lage der Feiertage begründet! „Neujahr fällt 2019 auf einen Dienstag. Da müssten die Athleten aber ja spätestens schon nach Oberhof anreisen, wenn die Wettkämpfe wie üblich in der ersten Januar-Woche stattfänden. Darum also die etwas ungewohnte Terminierung.“rse