Eine wesentliche Personalentscheidung haben die Verantwortlichen der Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim in der Halbzeitpause nach der einigermaßen verkorksten Hinrunde getroffen: Ob mit der Rückkehr zum alten Trainer Bob Milller bereits nach kurzer Zeit neuer Schwung ins Team des Tabellenzehnten kommt, wird sich am heutigen Abend zeigen, wenn die Grünweißen zum Rückrundenauftakt um 19 Uhr den TSV Ansbach in der Gabor-Halle empfangen.
Mit den Ansbach kommt ein langjähriger Regionalliga-Gefährte der Grünweißen nach Rosenheim, die Gäste gehören wie auch die Gastgeber trotz kurzer Abwesenheitsphasen zum absoluten Inventar in der höchsten Amateurspielklasse. Und ähnlich viel Erfahrung wie der Verein bringt auch die Regionalliga-Truppe der Piranhas mit: Das Team besteht vorwiegend aus routinierten Spielern ohne einen absoluten Star, und genau das macht es so schwierig, gegen die Franken zu bestehen. Sie haben viele abgezockte Scorer in ihren Reihen – als Beispiele seien hier nur Simon, Freer und Nzeocha genannt – und bestechen durch ihre Ausgeglichenheit und Unberechenbarkeit. Genau diese Unberechenbarkeit zeichnete die Gäste auch in der Hinrunde aus, einige Überraschungssiege, aber auch ebensolche Niederlagen sorgten dafür, dass die Ansbacher mit ausgeglichenem Punktestand auf dem siebten Tabellenrang im Mittelfeld vor den Rosenheimern rangieren. Diese wiederum trennt nur ein äußerst knapper Vorsprung von den Abstiegsrängen, was gleich die erste Partie nach der Pause zu einer äußerst wichtigen für die Hausherren macht: Mit einer Niederlage würde der Druck für die kommenden Speile noch höher, ein Sieg könnte dem SBR Luft nach unten und Selbstvertrauen unter dem neuen Coach verschaffen.
„Selten ein Team mit so viel Talent trainiert“.
Bob Miller
Der weiß natürlich um die Wichtigkeit der heutigen Aufgabe, aber auch um die Stärken seines Teams: „Ich habe hier selten eine Mannschaft mit so viel Talent trainiert“, weiß Miller nach den ersten Einheiten unter seiner Führung zu berichten. Änderungen habe er nicht viele vorgenommen, lediglich die Zahl der Spielsysteme wurde reduziert, sodass die Spieler ihr individuelles Potenzial noch freier entfalten können. Damit, so hofft der Trainer, findet die Mannschaft zu alter Stärke zurück und kann endlich mehr knappe Spiele am Ende für sich entscheiden. Den Auftakt zum Basketball-Abend an der Ebersberger Straße macht um 16 Uhr die zweite Mannschaft des SBR gegen Weilheim.aia