Europameister, Champions- Trophy-Sieger und deutscher Meister ist Felix Reuß schon. Am vergangenen Wochenende kam für den Hockey-Nationaltorhüter, der aus dem Nachwuchs des SB/DJK Rosenheim kommt, ein weiterer sportlicher Erfolg dazu.
Dramatisches Finale
Reuß stand bei der Endrunde der deutschen Hallenhockey-Meisterschaft in Stuttgart für seinen Verein, den Club an der Alster Hamburg, zwischen den Pfosten. Erst bezwang man im Halbfinale den Crefelder HTC mit 6:2 und verlor in einem dramatischen Endspiel gegen den UHC Hamburg mit 5:8 Toren.
Damit erreichte Reuß mit seinem Team am Ende einer tollen Saison den deutschen Vizemeister-Titel im Hallenhockey. Die Hamburger Morgenpost schrieb über den 1,97 Meter großen und 26 Jahre alten Torhüter: „Reuß zählt zu den besten Torhütern der Welt. Dass der lange Schlaks mit dem hellen Hautton und den hellblonden Haaren gebürtig aus dem tiefsten Bayern (Rosenheim) kommt, sieht und hört man ihm nicht an“. Reuß selbst sagte akzentfrei „Ich könnte auch ein Norddeutscher sein“.
Reuß ist aber gebürtiger Rosenheimer, wuchs sportlich in der Hockeyabteilung des Sportbund DJK Rosenheim auf, wo er bis zur B-Jugend spielte und zwei bayerische Meistertitel errang. Danach führten seine Wege über Nürnberg und Mülheim nach Hamburg. Obwohl er unverändert zum Kader der Nationalmannschaft zählt, hat er sich nach seinem Studium entschieden, in den Beruf einzusteigen. Aus diesem Grund ist Reuß in seine Rosenheimer Heimat zurückgekehrt, wo er lebt, arbeitet (Firma Rofa) und sich bei der Herren-Oberliga-Mannschaft des SBR fit hält. gö/bz