Ski alpin

Ein deutscher Sieger und eine Musterschülerin

von Redaktion

Pepi Ferstl und Marina Wallner mit Vorfreude

„Langsam kommt das Kribbeln“, sagt Marina Wallner (23) vom SC Inzell. Die Slalomspezialistin wird zum ersten Mal bei Olympia teilnehmen. „Bei der Einkleidung habe ich gemerkt, dass die Spannung steigt und die Vorfreude da ist. Ich bin gespannt, was mich in Südkorea alles erwartet“, sagt die Musterschülerin im deutschen alpinen Skiteam. Alpin-Sportdirektor Wolfgang Maier hält große Stücke auf die 23-Jährige. Er schätzt ihren Ehrgeiz und ihre sportliche Einstellung. Eine bestimmte Platzierung beim olympischen Slalom hat sie nicht im Kopf. „Gut Ski fahren“, so ihr Ziel. Aber, Olympia hat seine eigenen Gesetze. Große Favoritin ist die Amerikanerin Mikaela Shiffrin. „Sie fährt in einer anderen Liga“, weiß die Inzellerin. Marina Wallner hat im Weltcup zuletzt ein wenig die Konstanz gefehlt. Einem guten ersten Durchgang folgte meistens ein schwächerer zweiter. „Ich kann es besser“, sagt sie, verspürt aber keinen Druck. „Viktoria Rebensburg und Thomas Dreßen nehmen uns durch ihre Erfolge ein wenig den Druck“, so Wallner.

Einen großen Erfolg hat auch Josef Ferstl (29) in diesem Winter vorzuweisen. Er siegte beim Super-G in Gröden und sorgte für den ersten deutschen Sieg in dieser Disziplin seit 27 Jahren. Insgesamt „verlief die Saison mit vielen Auf und Abs soweit ganz gut“, meint der Sportler des SC Hammer. In Gröden siegte er, bei den Abfahrten in Wengen und Garmisch verpasste er Punkte. „Natürlich macht es mich stolz, bei Olympia an den Start gehen zu können“, freut er sich. Und obwohl er seine Rolle „eher als Außenseiter“ sieht, stellt er klar: „Ich werde alles geben und nicht nur dabei sein, das heißt, ich fahre und kämpfe um Medaillen.“shu/who

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