Trainer

Nun darf auch Pichler mit

von Redaktion

Neben den Athleten vertreten auch Trainer und Betreuer aus der Region die deutsche Olympiamannschaft. Dazu gehören beispielsweise der Inzeller Danny Leger, der Bergener Andi Stitzl oder auch Tobias Reiter aus Oberwössen. Großen Anteil bei den Langläufern hat auch der in Wasserburg beheimatete Bernd Raupach. Die schillerndste Figur ist aber Wolfgang Pichler, Trainer der schwedischen Biathleten. Auch er ist dabei – und das war lange Zeit nicht gewiss.

Erst seit wenigen Tagen steht fest, dass Wolfgang Pichler als Trainer seine schwedische Biathlon-Nationalmannschaft nach Südkorea begleiten und dort auch coachen darf. „Jetzt fühle ich mich als Sieger“, sagte der 63-jährige Ruhpoldinger, der bekanntlich zu einem Opfer des russischen Doping-Skandals geworden war. Was in Russland, bei seiner vorigen Trainerstation, passiert ist, bezeichnete Pichler am Sonntagabend in einem Bericht der Fernsehsendung „Blickpunkt Sport“ des BR als „schmutziges politisches Spiel“, als normaler Mensch könne man sich gar nicht vorstellen, „was da alles abläuft“.

Pichler beteuerte im BR-Bericht, dass er von etwaigen Dopingpraktiken in Russland keine Kenntnis gehabt hätte. Vielmehr hätte er seine Athletinnen sogar in Ruhpolding trainieren lassen um sich auf diese Weise ständig den Kontrollen unabhängiger Anti-Doping-Organisationen zu unterwerfen. Sein Fazit im „Blickpunkt Sport“-Bericht lautete kurz und bündig: „Ich habe gelernt, dass ich nicht so groß bin, dass ich Russland ändern kann.“ Nun will er sich wieder auf die sportliche Arbeit mit den Skandinaviern konzentrieren.cs/tn

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