Von den Team-Olympiasiegern von 2014 ist in Pyeongchang nur noch Andreas Wellinger (22) erneut am Start. Denn der am Kreuzband verletzte Severin Freund fällt ja den kompletten Winter aus, Marinus Kraus und Andreas Wank gehören nicht mehr zum A-Kader. Geht es nach dem Weißbacher, der mittlerweile in München wohnt, aber weiterhin für den SC Ruhpolding startet, dann möchte er den Erfolg mit der neuformierten Mannschaft in Südkorea aber natürlich am liebsten wiederholen. Und auch in den Einzelspringen will Wellinger diesmal eine Olympia-Medaille gewinnen. Aber der Weg dorthin ist lang und auch steinig. Aber Wellinger befindet sich rechtzeitig vor Olympia wieder im Aufwind. Dennoch formuliert er seine Olympia-Ziele bescheiden: „Ich möchte dort mit richtig guten Leistungen mein Land und meine Sportart vertreten und weiter Erfahrungen und Erfolge sammeln.“
Mit der erhofften Medaille bei der Skiflug-WM in Oberstdorf hat es für Markus Eisenbichler (26) jüngst nicht geklappt. Doch bei den Skispringern jagt in dieser Saison ein Höhepunkt den nächsten – und so konzentriert sich der Siegsdorfer, der seit 2017 mit 248 Metern den deutschen Rekord im Skifliegen hält, mittlerweile voll und ganz auf Olympia. „Ich möchte meine bestmögliche Leistung abrufen“, sagt er. Er sieht es auch nicht als Nachteil ein, dass er den Weltcup im Februar 2017 auf der Olympia-Schanze ausgelassen hat. Damals wollte er sich lieber auf die Weltmeisterschaft in Lahti vorbereiten – der Erfolg mit zwei WM-Medaillen gab ihm im Nachhinein recht.bst