„Ich war total erleichtert, als ich in Antholz die Qualifikation komplett in der Tasche hatte. Das war einfach mein Anspruch, dass ich mich qualifiziere, wie jeder andere Sportler auch. Von dem her war ich echt froh, als das Thema dann endlich vom Tisch war“,meinte Franziska Preuß (23) aus Albaching. Für die Sportlerin des SC Haag sind es die zweiten Olympischen Winterspiele. „Ich habe im Vergleich zu Sotschi dieses Mal mehr Erfahrung. Und natürlich habe ich Olympische Spiele einfach schon mal erlebt. Trotzdem ist es bei mir dieses Jahr so, dass der Winter einfach schwierig war. Ich merke zwar jetzt, dass die Form besser wird und ich mich auch besser fühle, aber ich habe es mir natürlich anders vorgestellt im Olympia-Jahr. Ich versuche, einfach das Beste daraus zu machen. Und freue mich einfach, dass ich dabei bin“, sagt Preuß, die mittlerweile in Ruhpolding lebt. „Natürlich wäre es mega, wenn ich in der Staffel eingesetzt würde. Das würde mich echt freuen. Und der Massenstart ist auch ein Rennen, das ich sehr mag. Aber ich weiß, dass es eher unrealistisch ist für mich, weil die vier Massenstartplätze schon vergeben sind.“
Erst im allerletzten Weltcup-Lauf vor den Winterspielen schaffte Johannes Kühn (26) die geforderte Norm. Beim 15-km-Massenstart in Antholz kam der Tüßlinger, der für den WSV Reit im Winkl startet, auf den fünften Rang. „Natürlich ist Olympia ein Traum für jeden Sportler, insofern freue ich mich sehr“, sagt er. „Man muss das aber auch im Zusammenhang mit meiner Situation sehen. Ich wusste vor der Saison nach der langen Verletzungspause nicht, wo ich genau stehe. Mein Ziel war, mich möglichst schnell wieder für Weltcupeinsätze anzubieten. Das hat dann ja sehr gut geklappt, sodass ich mit der Entwicklung sehr zufrieden bin. Und jetzt noch Olympia, das ist schon toll.“ Ob Kühn in Pyeongchang zum Einsatz kommen wird, wird sich zeigen. „Wir haben eine sehr gute Mannschaft“, weiß er. „Ich werde aber gut trainieren, um meine gute Form zu halten.“ re/bst