Kolbermoor – Wenn am morgigen Samstag Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen ihre Visitenkarte beim TuS Bad Driburg abgeben, dann verfolgen sie nicht weniger als zwei Ziele. Einerseits will man den Anschluss an die beiden vor ihnen liegenden Mannschaften aus Berlin und Bingen nicht verlieren. Andererseits soll der derzeitige Abstand von drei Punkten auf den morgigen Gegner ausgebaut werden.
„Ich rechne aber mit einem sehr engen Spiel. Wir müssen versuchen, im hinteren Paarkreuz die Punkte zu machen. Und Sabine Winter müsste gegen Nina Mittelham gewinnen“, sagte Abteilungsleiter Michael Fuchs. Die Rechnung, die der Kolbermoorer da aufstellt, zielt vor allem auf Bad Driburgs Nummer eins. Die 21-jährige Nationalspielerin und Nummer 70 der aktuellen Weltrangliste musste zwar in der Vergangenheit – ebenso wie auch Sabine Winter – zahlreiche gesundheitliche Rückschläge hinnehmen, spielt aber seit dieser Saison wieder hervorragendes Tischtennis. In der Vorrunde erzielte sie – damals noch im hinteren Paarkreuz – eine 9:1-Bilanz.
Der Kolbermoorer 6:2-Sieg in der Vorrunde war mit viel Arbeit und auch Glück verbunden. Die Gastgeberinnen gingen damals zwar mit 3:0 in Führung, aber die beiden Eingangsdoppel und auch das erste Einzel liefen über die volle Distanz von fünf Sätzen. „Und wenn so ein Spiel mal auf die andere Seite fällt, dann kann es sehr eng werden“, weiß Fuchs. Der Kolbermoorer hat auch das Westfalenderby aus der letzten Woche, als Bad Driburgs Damen gegen den Aufsteiger TTK Anröchte vor 150 Zuschauern unentschieden spielte, analysiert. Dieses Duell hatte alle Feinheiten des Spitzensports geboten und so dürfte Kolbermoor auch gewarnt sein.eg