Barleben – Laura Tiefenbrunner und Mike Hollo gewannen die zweitwichtigste nationale Veranstaltung. Doch damit nicht genug: Jeweils auf dem dritten Platz landeten die für den TSV Schwabhausen in der 2. Bundesliga spielende und aus Kolbermoor stammende Sarah Mantz (Mädchen) und SV-Eigengewächs Naomi Pranjkovic (Schülerinnen).
„Ich bin mit meinem Ergebnis natürlich sehr zufrieden“, strahlte Laura Tiefenbrunner über beide Backen. „Auch bei Rückständen, oder wenn es einmal nicht so lief, habe ich immer weitergekämpft und nicht aufgegeben.“ Das Ergebnis: Mit zehn Siegen und nur einer Niederlage gegen die Fünftplatzierte Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten) triumphierte die 16-Jährige und verwies die zwei Jahre jüngere Sophia Klee (SC Niestetal) mit einer 9:2-Bilanz auf Position zwei. Das direkte Duell gewann Laura Tiefenbrunner in vier Durchgängen. Als Dritte stand mit Sarah Mantz eine weitere Spielerin aus Kolbermoor auf dem Podest. Die Top24-Gewinnerin überzeugte einmal mehr und bestätigte ihren Aufwärtstrend in den vergangenen Wochen und Monaten. Mantz kassierte ihre drei Niederlagen gegen Tiefenbrunner, Klee sowie gegen die Viertplatzierte Gaia Monfardini (TTC GW Staffel).
Wie schon bei den Top 48- und Top24-Turnieren lieferten sich Mike Hollo und Dauerkonkurrent Hannes Hörmann (TV 1879 Hilpoltstein) auch in Barleben einen spannenden Zweikampf. Diesen hatte Hollo allerdings schon zwei Runden vor Schluss, wie schon beim Top 48, für sich entschieden. Am Ende behielt der 14-Jährige, der altersbedingt auch in der kommenden Saison noch bei den Schülern mitspielen darf, mit elf Siegen aus elf Begegnungen die Oberhand, während Hörmann drei Partien verlor. Das direkte Duell hatte das Talent aus Kolbermoor gleich in Runde eins mit 12:10, 11:9 sowie 11:7 für sich entschieden „Ich habe mich von Spiel zu Spiel gesteigert. Deshalb bin ich natürlich hochzufrieden.“ Im Hinblick auf die deutschen Schülermeisterschaften, die am 10. und 11. März in Dissen (Niedersachsen) stattfinden werden, schielt Mike Hollo auf den ganz großen Triumph. „Ich möchte Gold gewinnen.“
Apropos Gold: Den ersten Platz wollte Naomi Pranjkovic eigentlich auch in Barleben belegen. Doch aus diesem Vorhaben wurde nichts, denn die 13-Jährige belegte hinter Leonie Berger (Borussia Düsseldorf) und Annett Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen) den dritten Platz. „Ich bin schon enttäuscht“, gab Pranjkovic nach der Siegerehrung zu. Durch die 2:3-Niederlage in der elften und letzten Partie gegen Li Tingzhuo (TTC Langen 1950) rutschte das Talent aus Kolbermoor noch vom zweiten auf den dritten Platz zurück. Jeweils in fünf Sätzen hatte Naomi Pranjkovic zuvor gegen Berger, die bereits das Top 48 und Top 24 gewonnen hatte, und die erst elfjährige Kaufmann das Nachsehen. Besonders ärgerlich sei die Niederlage gegen Annett Kaufmann gewesen, denn hier reichte in dieser Begegnung ein 2:0-Satzvorsprung nicht zum Sieg.