Radsport

„Die Form stimmt“

von Redaktion

Samerberger Radprofi Marcus Burghardt mit dem Auftakt zufrieden

Brüssel – Der Samerberger Radprofi Marcus Burghardt vom Raublinger Rennstall Bora-hansgrohe hat seine ersten Rennen nach dem Höhentrainingslager in der Sierra Nevada bestritten. Beim Omloop Het Nieuwsblad in Belgien wurde er Zehnter, tags darauf bremste ihn bei Kuurne-Brüssel-Kuurne ein Sturz. Der 34-Jährige war mit dem Auftakt aber durchaus zufrieden.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Auftakt?

Wir wollten als Team auf ein gutes Ergebnis fahren, nachdem unser Kapitän Peter Sagan nicht mit am Start war. Für mich war es das erste Rennen nach dem Höhentrainingslager und ich bin recht zufrieden. Es war für mich persönlich mein bestes Ergebnis seit 2009 dort. Und wir haben gezeigt, dass wir als Mannschaft funktionieren. Das gibt uns enorme Moral für die kommenden Rennen.

Wie haben Sie die Kälte verkraftet?

Es waren Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die haben mir aber nichts ausgemacht, nachdem ich im Winter viel Skilanglauf betrieben habe. Einige Fahrer von uns waren vor einer Woche im Oman am Start, die hatten deshalb schon mehr Probleme.

Und die Umstellung aufs Kopfsteinpflaster? In Gent ist ja immer der Start für diese Rennen.

Kopfsteinpflaster liegt mir, da komme ich gut damit zurecht. Ich habe auch schnell wieder reingefunden.

Sie erzählten, dass Sie einen schweren Fehler im Rennen gemacht haben.

Ja, der hat vielleicht auch eine bessere Platzierung gekostet. Am vorletzten Berg, der so etwas wie ein Scharfrichter ist, bin ich zu weit hinten reingefahren. Ich war deshalb auch nicht in der ersten Gruppe, als sich elf Fahrer etwas absetzen konnten. Das konnte ich dann am Berg nicht mehr reinholen. Ich hatte dann Glück, dass das Feld wieder zusammengekommen ist. Im Sprint kam es dann darauf an, wer die meisten Reserven hatte und mit Rang zehn lief es dann auch ganz gut.

Was ist beim zweiten Rennen passiert?

Ich war in einer guten Position, dann ist vor mir einer gestürzt und ich bin drüber. Ich habe mir den Arm geprellt und musste alle Chancen auf ein gutes Ergebnis verabschieden. Aber auch dieses Rennen hat mir gezeigt, dass die Form stimmt.

Welche Aufgaben stehen nun für Sie an?

In den nächsten Tagen geht es nun nach Italien. Zunächst ist ein Eintagesrennen auf italienischen Nebenstraßen geplant, danach nehme ich an den Rundfahrten Tirreno Adriatico und Mailand-San Remo teil.

Was rechnen Sie sich dabei aus?

Wir fahren alle Rennen mit Peter Sagan, der nun sein Höhentrainingslager beendet. Ihn wollen wir bestmöglich unterstützen, denn wir wollen immer um den Sieg mitkämpfen. Wenn ich weiter so gute Beine habe, dann wäre es schön, wenn ich auch selbst gute Platzierungen erreichen könnte.Interview: Neumeier

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