Rosenheim – Nach dem Spiel war die Erleichterung groß, die Handballer des ESV Rosenheim konnten das Derby gegen den TuS Raubling vor heimischem Publikum am Ende deutlich mit 27:17 (Halbzeitstand 12:9) für sich entscheiden. Dabei konnten die ESV-ler erst in der Schlussviertelstunde den Sack zumachen, zuvor verlief die Partie recht ausgeglichen.
In den restlichen Saisonspielen hat Rosenheim nur noch Endspiele um den Klassenerhalt vor der Brust. Bei voraussichtlich drei Absteigern können sich die Eisenbahner kaum noch einen Punktverlust erlauben. Die Mannschaft von ESV-Coach Till Senftner begann gegen Raubling konzentriert und erspielte sich im Angriff gute Torchancen. Der TuS Raubling hielt in der Anfangsphase bis zum 5:5 mit. Die Manndeckung gegen ESV-Spielmacher Ingo Riebel stellte die Rosenheimer Angreifer vor keine Probleme. Die Abwehr der Gastgeber stand gut, Routinier Uli Fiolka debütierte in der Schlussphase der ersten Halbzeit im Rosenheimer Mittelblock. Die Gäste aus Raubling hatten sichtlich Probleme, die kompakte ESV-Abwehr zu überwinden, Tore aus dem Rückraum waren die Ausnahme. Rosenheim baute die Führung bis zur Halbzeitpause auf 12:9 aus.
Nach dem Seitenwechsel vergaben die Rosenheimer Angreifer zunächst einige gute Torchancen, der TuS Raubling konnte bis zum 17:14 den Anschluss halten. Anschließend übernahmen die ESV-ler die Regie, erzielten sechs Treffer in Folge und gingen gut zehn Minuten vor dem Ende vorentscheidend mit 22:14 in Führung. Der zwischenzeitlich eingewechselte ESV-Goalie Sven Herweh war gegen seinen Ex-Verein sichtlich motiviert und konnte sich durch sehenswerte Paraden auszeichnen. Die ESV-Herren setzten sich am Ende deutlich und ungefährdet mit 27:17 durch. Beste Rosenheimer Werfer waren Malic (5), Stierle, Wolf und Riebel (je 4).
Am Sonntag muss die Senftner-Truppe zum nächsten Derby beim SV Bruckmühl antreten.mp