Leichtathletik

Im Crosslauf: Fidjeland & Co. sind bayerische Meister

von Redaktion

Mit drei Gold-, zwei Silber- und vier Bronzemedaillen überzeugten die regionalen Leichtathleten bei den bayerischen Crosslauf-Meisterschaften in Ruhstorf bei Passau.

Ruhstorf – Auf einem schnellen, anspruchsvollen Rundkurs über Wiesen- und Kiespfade sowie an Steigungen durch ein abgeerntetes Maisfeld wurden die neuen Titelträger aus dem Freistaat ermittelt. Erschwert wurden diesmal allerdings alle Titel-Rennen durch die Minus-Temperaturen und Winde.

Der erfolgreichste regionale Verein war diesmal der PTSV Rosenheim. Bei den Frauen W55 unterstrich Julika Fidjeland ihre derzeit ausgezeichnete Verfassung: Auf der 6250-Meter-Distanz wurde sie mit 25:36 Minuten bayerische Meisterin. Dabei hatte sie es dennoch nicht ganz leicht, um sich von Brigitte Rupp von der TSG Roth mit 25:46 Minuten abzusetzen. Große Freude herrschte bei den PTSV-Frauen in der Mannschaftswertung: Mit 26 Platzierungspunkten eroberten Agnieszka Glomb, Anna-Lena Stich und Amelie Hofbauer die Bronzemedaille und waren damit das beste oberbayerische Team. Nur die favorisierte LG Passau mit 21 Zählern und die LG Region Landshut (25) waren besser. Im Einzelrennen der Frauen-Hauptklasse über 5000 Meter gab es noch zwei Spitzenplätze: Agnieszka Glomb sicherte sich den sechsten Rang im Felde der nationalen Top-Läuferinnen mit 17:58 Minuten. Nach einer langen Wettkampfpause meldete sich Anna-Lena Stich wieder zurück und belegte in 18:22 Minuten den achten Rang.

Reinmund Hobmaier war das Maß aller Dinge im Titelrennen der Männer M55 über 6250 Meter. Mit 22:22 Minuten spurtete er zur Goldmedaille. Dabei verwies er Herbert Eckmüller von der LG Wolfstein mit 22:55 Minuten auf den Silber-Platz. Der Priener hatte diesmal Probleme an den Achillessehnen und deshalb wollte er eigentlich gar nicht laufen. „Ich habe es eben für die Mannschaft gemacht“, verriet Hobmaier. Sechster wurde über 6250 Meter der Männer M50 Bertram Moll mit 23:13 Minuten. Die Cross-Mannschaft der Männer M50-55 musste sich diesmal mit dem vierten Rang mit 46 Punkten begnügen: Reinmund Hobmaier, Bertram Moll und Hilmar Knoll verfehlten nur um vier Zähler Bronze als bestes Team aus Oberbayern. Einen Achtungserfolg landete Michael Eder im Langstreckenrennen der Männer-Hauptklasse über 8750 Meter: Mit 28:15 Minuten sicherte er sich den siebten Platz.

Allen Grund zum Feiern hatten die Athleten vom Lauffeuer Chiemgau. Völlig unerwartet krönte sich Rosemarie Zimmermann auf der 6250-Meter-Strecke der Frauen W40 zur bayerischen Meisterin. Mit ihrer klugen Taktik und einem starken Endspurt ließ sie mit 24:38 Minuten am Ende alle Favoritinnen hinter sich. Klar auf den zweiten Rang verwies sie hier Petra Stöckmann von der TG Viktoria Augsburg mit 25:11 Minuten. Als Sechste ging in dieser Entscheidung noch Monika Plenk mit 28:19 Minuten hervor. Im 6250-Meter-Lauf der Frauen W35 bewährte sich Elena Rauer mit dem siebten Platz und 28:41 Minuten. Mit diesen drei guten Einzelleistungen etablierten sich die Lauffeuer-Frauen in der Klasse W35-40 schließlich ganz weit vorne: Mit 41 Platzierungspunkten sicherten sich Rosemarie Zimmermann, Monika Plenk und Elena Rauer den zweiten Rang hinter dem SC Ostheim-Rhön mit 24 Zählern.

Im 7500-Meter-Lauf der Männer M45 erreichte Thomas Hovan als Sechster das Ziel nach 27:11 Minuten. Bei den Männern M55 spurtete Harald Mentil als Siebter nach 24:41 Minuten über 6250 Meter ins Ziel. Seine Mannschaft der Senioren M50-M55 führte er zusammen mit Hubert Hinterstocker und Stephan Danhauser auf den siebten Rang.

Ganz auf seine Nachwuchsläufer setzte der TuS Bad Aibling bei diesen Titelkämpfen – und dies mit Erfolg. Im 3750-Meter-Rennen der männlichen Jugend U18 eroberte Florian Frank die Bronzemedaille. Mit 11:59 Minuten hatte er sogar noch ein wenig Pech, zumal er im Ziel nur um eine Haaresbreite hinter dem zeitgleichen Felix Gollmitzer von der LG Zusam auf dem dritten Platz gewertet wurde. Nicht zu schlagen war diesmal Paul Feuerer vom 1. FC Passau mit 11:28 Minuten. Die Aiblinger Cross-Mannschaft glänzte am Ende in der Gesamtklasse der männlichen Jugend U18-U20 ebenfalls mit der Bronzemedaille. Florian Frank, Maximilian Berger und Laurin Posselt sammelten 61 Platzierungspunkte und mussten sich damit nur den Großclubs LAC Quelle Fürth (18) sowie LG Regensburg (29) geschlagen geben.

Für den TSV Bergen gab es diesmal zwei Medaillen. Auf der 3750-Meter-Distanz der männlichen Jugend U20 lag Moritz Horn lange Zeit an der Spitze der Konkurrenz. Am Ende arbeitete er sich nochmals mit einem engagierten Endspurt in die Medaillenränge und wurde mit 11:07 Minuten Zweiter. Dabei unterlag er hier nur dem nationalen Top-Läufer Nick Jaeger vom TSV Penzberg mit 10:50 Minuten. Seine Mutter, Angela Horn, präsentierte sich in ausgezeichneter Verfassung im 6250-Meter-Lauf der Frauen W50: Sie überraschte schließlich nach 26:42 Minuten mit der Bronzemedaille. Anita Weber vom FTSV Straubing holte mit 23:59 Minuten Gold.

Weitere Ergebnisse: Jugend M14/2500 Meter: 9. Jakob Schmidt (PTSV Rosenheim) 9:43; Männer M55/6250 Meter: 9. Hubert Hinterstocker (Lauffeuer Chiemgau) 24:50; 10. Stephan Danhauser (Lauffeuer Chiemgau) 25:25.stl

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