Traunstein – Wie nahe Trauer und Freude beieinanderliegen, mussten die Traunsteiner Handballer im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen den TSV Sauerlach miterleben. Vor dem Spiel herrschte Gänsehaut pur, als in einer Schweigeminute an den tödlich verunglückten SBC-Spieler Christoph Bachhuber gedacht wurde und Trainer Markus Münch mit dem Trikot mit der Nummer 23 seines Torwarts in der Hand einmarschierte. Zu Ehren des verstorbenen Mannschaftskameraden spielte Traunstein mit Trauerflor. Nach dem Spiel herrschte verhaltener Jubel über einen nicht für möglich erachteten dramatischen 23:21-Sieg gegen den Tabellenführer, der jedoch den nach wie vor herrschenden Schockzustand im Handballverein nicht verdrängen konnte.
Der SBC begann trotz der letzten drei deutlichen Niederlagen keineswegs verunsichert und ging mit 4:2 in Führung, dann aber setzte sich das variantenreichere Angriffsspiel der Gäste allmählich durch, aber der SBC konnte mit einem knappen 11:10 in die Pause gehen. Nach dem Wechsel legten die Gäste nach und erzielten den 13:13-Gleichstand. Ab der 40. Minute begann zunächst die beste Phase der Chiemgauer: Angeführt von Moritz Angerer wurde bis zur 49. Minute ein Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Danach gelang den Traunsteinern sechs Minuten lang kein Treffer mehr und Sauerlach kam wieder heran. Nur SBC-Torwart Florian Laufenböck war es zu verdanken, dass Traunstein nicht den Ausgleich hinnehmen musste. 20 Sekunden vor dem Ende erzielte Angerer den 23:21-Endstand. Beste SBC-Werfer waren Alexander Wetsch (7) und Angerer (4).sn