Rosenheim – Heute, Freitag, 20 Uhr, gastieren die Rosenheimer beim Tabellensechsten Sonthofen und am Sonntag, 17 Uhr kann es – einen Sieg im Allgäu vorausgesetzt – zu einen Showdown und Platz eins gegen den aktuellen Tabellenführer Deggendorf kommen.
Das erste und bisher einzige Gastspiel in Sonthofen gewannen die Starbulls mit 3:1 (Torschützen Lammassaari und zweimal Daxlberger), wobei sich die Rosenheimer gegen die Allgäuer, bei denen mit Jennifer Hars eine Frau im Tor stand, ziemlich schwer taten. Sonthofen hat nach fünf Niederlagen in den letzten sechs Spielen die Chance auf den 5. Tabellenplatz verspielt, Rosenheim hat dagegen trotz vier Niederlagen in den letzten fünf Spielen weiter die Chancen auf die Spitzenposition. Ungewöhnlich, aber weil auch die Mitkonkurrenten schwächelten, geht für die Starbulls nach vorne noch etwas.
„In Sonthofen ist es immer unangenehm zu spielen. Aber egal wie motiviert und befreit der Gegner aufspielt, wir müssen und wollen die Partie unbedingt gewinnen“, nimmt Starbulls-Coach Manuel Kofler seine Spieler in die Pflicht: „Es darf keine Ausreden mehr geben“.
Eine Woche vor dem Play-off-Start gilt es für die Rosenheimer den Schalter umzulegen. In der Defensive muss konsequenter agiert werden, Verteidiger müssen dort spielen wo sie entsprechend ihrem Namen auch hingehören. Es kann nicht angehen, dass – wie beim 1:0 der Hausherren im letzten Spiel in Regenburg – zwei Rosenheimer Stürmer vor dem eigenen Tor die Abwehrarbeit verrichten müssen, weil ein Verteidiger hinter das Tor gefahren ist und der andere von seiner Offensivaktion noch nicht zurückgekommen war. Das waren in den letzten Wochen keine Einzelfälle und wenn dann von der Offensivabteilung zu wenig produziert wird, kommen Niederlagen zustande, die unnötig wie ein Kropf sind.
Für die Starbulls sind die Spiele in Sonthofen und zu Hause gegen Deggendorf praktisch die ersten vorgezogenen Play-off-Spiele. Da müssen Zweikämpfe angenommen und auch selbst initiiert werden. Schüsse blocken und für den Mitspieler einspringen ist Pflichtprogramm und dann können die Rosenheimer auch ihre definitiv vorhandene spielerische Klasse demonstrieren. Dass die Mannschaft alle genannten Punkte erfüllen kann, hat sie schon mehrfach bewiesen, denn nur aus Zufall stehen die Starbulls nicht auf Platz zwei. bz