Dissen – Als bei den deutschen Meisterschaften in Dissen (Niedersachsen) die Siegerehrung im Schüler-Einzel durchgeführt wurde, durfte ein Tischtennis-Nachwuchstalent des SV DJK Kolbermoor ganz oben auf dem Stockerl stehen. Mike Hollo gewann den nationalen Titel und freute sich über die Goldmedaille sehr. „Ich bin einfach nur glücklich“, sagte der 14-Jährige nach seinem 4:2-Erfolg gegen Dauerrivale Hannes Hörmann (TV 1879 Hilpoltstein).
„Ich wusste, dass es ein sehr schweres Spiel werden und die Tagesform am Ende den Ausschlag geben würde“, so Hollo, der auf dem Weg in das Endspiel einen dicken Brocken schon im Achtelfinale aus dem Weg räumen musste. Tobias Tran (SpVgg. Gröningen-Satteldorf) zwang den späteren deutschen Meister bis in den Entscheidungssatz, den Mike Hollo dann aber mit 11:7 gewann. „Tran ist mein Angstgegner, auch wenn ich bislang immer gegen ihn gewonnen habe.“
In der Doppel-Konkurrenz verpassten Hollo/Hörmann den Titel knapp. Mit nur zwei verlorenen Sätzen hatte sich die Paarung bis in das Finale gespielt. Gegen Jeromy Löffler/Uros Bojic (TTSF Hohberg/DJK Sportbund Stuttgart) gab es jedoch eine deutliche 8:11-, 7:11- und 7:11-Niederlage. Den Grund für das Resultat hatte Mike Hollo schnell gefunden. „Hannes und ich waren mit unseren Gedanken wohl schon beim Einzel-Finale.“
Doch damit nicht genug aus Sicht des SV-DJK Kolbermoor: Auch im Schülerinnen-Doppel holte sich ein Talent die Goldmedaille. Naomi Pranjkovic setzte sich an der Seite von Annett Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen) im Finale mit 2:11, 11:8, 13:15, 12:10 und 11:7 gegen Leonie Berger/Hannah Schönau (Borussia Düsseldorf/TTC Mariaweiler) durch. „Wir wollten ganz vorne landen. Dass dies geklappt hat, ist natürlich super“, strahlte Pranjkovic. Der Titel ist verdient, denn die Rechts-Links-Kombination gab im gesamten Turnierverlauf nur im Endspiel zwei Sätze ab.
Nicht ganz nach ihren eigenen Erwartungen verlief dagegen der Einzel-Wettbewerb. Die an Position eins gesetzte Naomi Pranjkovic verlor im Viertelfinale gegen Schönau in sieben Durchgängen. Dabei hatte die 13-Jährige schon mit 3:2-Sätzen und 8:6 vorne gelegen. „Anschließend habe ich einige falsche Entscheidungen getroffen.“ Unmittelbar nach der Begegnung war der Frust sichtlich groß. Als nur zwei Stunden später jedoch Gold im Doppel mit Kaufmann gewonnen wurde, veränderte sich die Gefühlslage zumindest teilweise.
Mit Luis Kraus befand sich in Dissen noch ein drittes Talent aus Dissen im Teilnehmerfeld. Der Elfjährige sammelte wertvolle Erfahrungen, schied aber in der Gruppenphase aus. Im Doppel an der Seite von Manuel Prohaska (SC Staig) unterlag Kraus in Runde eins.sma