Bad Aibling – Am Samstagabend erreichte die Basketball-Herren der Bad Aibling Fireballs die überraschende Nachricht. Der Tabellenletzte Landsberg stellte dem größten Aufstiegskonkurrenten FC Bayern München 3 ein Bein und siegte zu Hause mit 82:77. Durch diese Niederlage der Bayern hatten es die Aiblinger mit einem Auswärtssieg in Passau in eigener Hand, sich tags darauf den ersten Platz in der 2. Regionalliga Südost zu sichern. Letztlich gelang der Sprung an die Spitze durch einen 84:76-Erfolg.
Angetrieben von den mitgereisten Fans starteten die jungen Mangfallstädter konzentriert in die Partie, schnelles Spiel nach vorne brachte den Erfolg für die Gäste. Doch Passau zeigte, dass es nicht umsonst als Favoritenschreck gilt. Mit 15:15 endete das erste Viertel. Das Team von Coach Sovarzo hatte dann auf Zonenverteidigung umgestellt, die Gastgeber hatten mit dieser merklich Schwierigkeiten, doch die Sieben-Mann-Rotation der Passauer konnte ein 38:34 in die Pause mitnehmen.
Bad Aibling begann die zweite Hälfte direkt mit einem 6:0-Lauf und zwang Passau nach wenigen Minuten bereits zur Auszeit. Die Dreiflüssestädter stellten sich nun besser auf die Zone ein, doch auch die Gäste attackierten weiter die enge Mannverteidigung der Wolves. Marco Hack Vázquez, Simon Bradaric und Justin Kaifosch sorgten mit drei Korblegern plus Foul dafür, dass die Passauer, die nun auch die Dreier trafen, nicht zu großen Abstand gewannen. Von außen konnte der Tabellenzweite wenig bewirken, zu stark war die Defense gegen die Distanzwürfe. Mit 58:60 aus Aiblinger Sicht ging es in den letzten Abschnitt.
Dieser zeigte sich nun auch bis kurz vor Ende ausgeglichen, 70:70 stand nach 37 gespielten Minuten auf der Anzeigetafel. Passau verwandelte einen schwierigen Drei-Punkte-Wurf, Bad Aibling konterte über eine tolle Einzelaktion von Kaifosch, Aibling holte sich in den folgenden Passauer Angriffen die Rebounds und Steffen Lautner brachte mit zwei Korblegern in Folge eine Minute vor Ende die 78:73-Führung. Die Gastgeber verkürzten noch einmal auf 76:79, von der Freiwurflinie verwalteten die Gäste routiniert den Auswärtssieg und verdienten sich so die damit verbundene Tabellenführung.
„Es hat Spaß gemacht. Passau war sicher einer der stärksten Gegner der Saison, am Ende wollten wir gerade in der Defense den Sieg einfach ein wenig mehr. Aber natürlich auch Respekt vor Passau, das uns alles abverlangt hat“, kommentierte Kapitän Manuel Hack Vázquez.
Es spielten: Bradaric (23 Punkte/2 Dreier), Manuel Hack Vázquez (8), Marco Hack Vázquez (7), Ihenacho, Kaifosch (15), Kristian (2), Lautner (15), Mirceta (4), Stahl (2), Stolle, Uzunalic (8), Weiß.re