Kolbermoor – Für Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen steht am Sonntag das letzte Meisterschaftsspiel vor der Play-off-Runde auf dem Programm. Diese Partie hat es allerdings in sich, wird man doch beim Tabellenführer TTG Bingen/Münster-Sarmsheim vorstellig.
Das Drehbuch dieser Tischtennissaison hat Kolbermoors Damen ein grandioses Finale auf den Leib geschrieben. Ausgerechnet in ihrem letzten Saisonspiel müssen sie zum Tabellenführer TTG Bingen/Münster-Sarmsheim reisen. Und es zeichnet sich schon heute ab, dass es wieder eine Begegnung wird, die auf hochklassigem Niveau stehen dürfte. Beide Teams sind sich ähnlich. Einer Sabine Winter mit 6:3 Siegen steht im vorderen Paarkreuz Ding Yaping mit 5:3 Erfolgen gegenüber. Und nimmt man Svetlana Ganinas Bilanz mit 4:4 Siegen, kann man diese mit Yuan Wan und ihren 4:3 Siegen vergleichen. Ähnlichkeiten ergeben sich auch beim Rest der beiden Teams. Sofern man von einem Vorteil sprechen könnte, dann wären es die Doppel, bei deren Statistiken Bingens Quartett die Nase ein wenig vorne hat. Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs hält allerdings dagegen: „Ich denke, wir haben diesmal ein leichtes Übergewicht. Kristin Lang und Sabine Winter sind auf alle Fälle ein sehr gutes Doppel“, meint er. Zumindest aber sollte nach den Eingangsdoppeln ein Unentschieden oder, bei gutem Verlauf, ein 2:0 im Spielberichtsbogen stehen.
Schon die Vorrundenbegegnung erwies sich beim Kolbermoorer 6:4-Erfolg als zähe Angelegenheit. Damals gelang dem vorderen Paarkreuz die optimale Ausbeute von vier Punkten und Iana Zhmudenko avancierte zur Matchwinnerin. Die Ersatzspielerin gewann in der letzten Begegnung nach fünf Sätzen gegen Marie Migot. Sie wird diesmal nicht dabei sein, aber Katharina Michajlova will in die Bresche springen.
Für Kolbermoors Damen gibt es hinsichtlich der Platzierung für die Play-offs noch mehrere Optionen. Michael Fuchs hat die möglichen Varianten schon einmal durchgespielt: „Wenn wir verlieren, dann könnte es unter Umständen sein, dass wir hinter Berlin Dritter werden. Bei einem Sieg ziehen wir mit Bingen nach Minuspunkten gleich. Der Sonntagsgegner muss aber noch gegen Anröchte ran und da könnte es letztlich auf die Sätze ankommen. Bei einem Unentschieden hätten wir auf alle Fällen den zweiten Platz sicher. Wir spielen aber auf alle Fälle auf Sieg“, erklärte er.
Kristin Lang und Svetlana Ganina haben zuletzt im Leistungszentrum in Düsseldorf fleißig trainiert. Sabine Winter bei den Quatar Open aufgeschlagen und Katharina Michajlova absolvierte ihre Trainingseinheiten in Bremen. Für das heimische Quartett steht fest, dass man mindestens den zweiten Platz in der Endabrechnung erreichen will. Denn dann kann man am ersten Play-off-Spieltag die Konkurrenz beobachten und müsste erst im Halbfinale ins Geschehen eingreifen.eg