Inzell – Lang, lang ist’s her: Im Jahr 2002 holte sich Per-Olof Serenius (Schweden) den Titel in der Einzel-WM – und das beim Finale in Inzell. Seither gab es nur noch russische Gesamtsieger – und mit Ausnahme von Günther Bauer (WM-Vize 2003) und Franz Zorn (WM-Dritter 2008 und 2009) gab es seither auch keinen einzigen WM-Podestplatz mehr für die westeuropäischen Fahrer.
Doch nun schöpfen der Titelträger von 2002 und die Fans wieder Hoffnung, dass das WM-Geschehen etwas spannender werden könnte: Martin Haarahiltunen erreichte in dieser Saison mehrmals das Tagesfinale und ist in der WM Gesamtvierter. Der 27-Jährige führt eine Riege von insgesamt vier jungen schwedischen Fahrern an. Neben ihm sind dies der ebenfalls 27-jährige Niclas Svensson, der 21-jährige Jimmy Olsen und der 20-jährige Ove Ledström. Dessen Mentor ist Serenius, der vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag gefeiert hatte.
Der Routinier hilft nicht nur mit Tipps, sondern „ich habe auch zum Beispiel den Transporter gefahren, als es nach Russland ging“, berichtet der 70-Jährige. Auch wenn sein aus Nordmalinge stammender Schützling noch nicht ganz vorne mitmischt und noch zu häufig durch Stürze ausfällt: „Ich bin sehr damit zufrieden, wie er fährt“, lobt Serenius.
Er selbst kommt immer wieder gerne nach Inzell. Nicht nur wegen seines WM-Gewinns 2002. „Es ist auch schön hier, ich war schon einige Male im Sommer für ein paar Tage zum Motorradfahren hier“, berichtet er.
Jetzt aber hofft er, dass Ledström und die anderen jungen Schweden weitere Fortschritte machen. „Ja, es wäre schon schön, wenn die WM wieder spannender würde. Aber um ganz nach vorne zu kommen, dauert es seine Zeit“, wirbt er gleichzeitig um Geduld für die jungen Schweden.who