Deutsche Eishockey-Schülermeisterschaft

Mit Teamgeist zur Titelverteidigung

von Redaktion

Mit einem 5:2-Endspielsieg über die Eisbären Berlin Juniors beim Endturnier in Bad Tölz feierten die Schüler der Starbulls Rosenheim den Gewinn der deutschen Meisterschaft und verteidigten damit ihren Titel aus der Vorsaison (wir berichteten).

Aufgrund einiger altersbedingter Abgänge von Leistungsträgern standen die Schüler vor einer ungewissen Saison, in der bereits die Qualifikation für das Endturnier ein großer Erfolg war. Durch eine herausragende disziplinierte Mannschaftsleistung in den vier Spielen des Endturniers gewannen die Starbulls unerwartet, aber hoch verdient erneut die deutsche Meisterschaft.

In der Meisterrunde, in der die sechs bereits qualifizierten Teams die Setzliste für das Turnier ausspielten, erreichten die Schüler einen guten dritten Platz und deuteten ihr Potenzial durch Siege gegen die favorisierten Mannschaften aus Köln und Berlin bereits an. Das Trainerteam um Cheftrainer Häusler und Assistenztrainer Martin Reichel nutzte die Meisterrunde auch für eine taktische Umstellung. So sollten die Starbulls für die Gegner schwerer ausrechenbar sein. Zu Beginn des Endturniers wurde dann wieder auf die ursprüngliche Spielweise umgestellt und aus einer geschlossenen Defensive heraus etwas aggressiver nach vorne gespielt.

Zum Auftakt in das Mammutprogramm des Endturniers mit vier Spielen in zwei Tagen trafen die Schüler auf den Krefelder EV. Eine 2:0 Führung der Starbulls glich Krefeld zu Beginn des Mitteldrittels binnen einer Minute aus. Bereits 30 Sekunden nach dem Anschlusstreffer gingen die Starbulls erneut in Führung und legten noch drei weitere Treffer zum verdienten 6:2-Sieg nach. Beim zweiten Spiel des Tages wartete dann der ESV Kaufbeuren. Bis Mitte des zweiten Spielabschnitts erspielte sich das Team um Topscorer Lukas Reichel eine beruhigende 3:0-Führung, ehe Kaufbeuren mit zwei Toren den Anschluss herstellte. Durch einen Doppelschlag zu Beginn des Schlussabschnitts stellten die Starbulls erneut eine Drei-Tore-Führung her. Kaufbeuren gab sich aber nicht geschlagen und machte die Partie durch zwei weitere Treffer noch mal spannend. Auf den Treffer zum verdienten 6:4-Endstand durch Torjäger Ludwig Danzer konnte Kaufbeuren dann keine Antwort mehr geben.

Am nächsten Tag spielten die Starbulls dann gegen den ebenfalls noch ungeschlagenen und favorisierten EC Köln „Die Haie“ im letzten Vorrundenspiel um den Gruppensieg und den damit verbundenen Einzug ins Finale. In einer spannenden und mitreißenden Partie glichen die Schüler die Kölner Führung noch im ersten Spielabschnitt durch einen Treffer in Überzahl aus. Köln erhöhte im zweiten Drittel auf 2:1 und ging mit einer Führung in die Pause. Im Schlussabschnitt drehten die Starbulls dann die Partie durch ein Unterzahltor und nutzten ein Powerplay sechs Minuten vor Schluss zur erstmaligen Führung. Im Anschluss verteidigte das Team um den starken Torwart Marinus Schunda mit viel Einsatz und Leidenschaft konsequent und geschickt und feierte durch den 3:2-Sieg den erneuten Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft.

Im Finale ging es dann gegen die starken Eisbären Juniors Berlin. Die Starbulls zeigten sich trotz des anstrengenden Programms gut regeneriert, starteten druckvoll in die Partie und gingen in der sechsten Spielminute mit 1:0 in Führung. Zu Beginn des Mitteldrittels erhöhten die Schüler auf 2:0, mussten allerdings umgehend den Anschlusstreffer hinnehmen. Es dauerte dann lediglich drei Minuten bis Danzer mit seinem dritten Tor im Finale die Zwei-Tore-Führung wieder herstellte. Den erneuten Berliner Anschlusstreffer im Schlussdrittel konterte Reichel mit einer sehenswerten Einzelleistung. Für die Entscheidung sorgte dann Marc Bosecker mit einem eiskalt verwandelten Penalty zum 5:2-Endstand.

Trainer Oliver Häusler sah vor allem den Teamgeist der Mannschaft als entscheidend, um gegen die individuell besser besetzten Teams aus Mannheim, Köln oder Berlin zu bestehen und ist sehr stolz auf seine Mannschaft: „Wir haben uns über die gesamte Saison konsequent gesteigert und sind zu einer echten Einheit zusammengewachsen. Neben unserer ersten Reihe, die vor allem offensiv Akzente setzt, zeigten auch die zweite und dritte Formation defensiv herausragende Leistungen und erzielten ebenfalls wichtige Tore für uns. Unsere Torhüter Marinus Schunda und Back-Up Janik Engler waren ein sicherer Rückhalt. Auch die Spieler, die weniger Eiszeit hatten, stellten sich immer in den Dienst der Mannschaft und waren verantwortlich für die positive Stimmung. Ich bin unglaublich stolz auf das Team und freue mich sehr über die zweite deutsche Meisterschaft in Folge.“ dbu

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