Tallin – Im Hafenbecken der estischen Hauptstadt Tallinn sorgten sowohl die Wassertemperatur von 0,8 Grad, als auch das salzige Ostseewasser sowie die Außentemperaturen von bis zu minus zwölf Grad nicht nur für eine sportliche Herausforderung.
Diese meisterten die beiden Eisschwimmer des TSV Bernau teilweise mit Bravour: So wurde Jochen Aumüller sowohl auf der 100- Meter- als auch auf der 200- Meter-Bruststrecke Vizeweltmeister in seiner Altersklasse. In beiden Disziplinen musste er sich dem Eisschwimmer Bruno Nopponen aus Estland geschlagen geben.
Eine weitere Medaille holte er auf seiner Speziallage, der langen Distanz von 450 Metern Freistil: Hier erhielt Jochen Aumüller mit einer Zeit von 6:33,88 Minuten die Bronzemedaille. In der 4-mal-25-Meter-Bruststaffel belegte er mit den Burghausener Teamkameraden Christoph Wandratsch, Tobias Wybierek und Stella Krutenat in einer Gesamtzeit von 1:09,35 Minuten den vierten Platz.
Christoph Fromm musste sich einer starken Konkurrenz in der jüngeren Altersklasse (AK 30 bis 39) stellen, erreichte aber in allen neun Starts eine Platzierung unter den besten zehn. Ganz knapp an einem Medaillenrang vorbei schwamm er auf der 200-Meter-Freistilstrecke mit dem undankbaren vierten Platz. Zu erwähnen ist auch sein Beitrag zur 4-mal-25-Meter-Freistilstaffel mit Christoph Wandratsch, Tobias Wybierek und Stella Krutenat, die eine Spitzenzeit von 55,50 Sekunden und somit den siebten Platz schaffte.
Insgesamt erlebten die beiden Eisschwimmer des TSV Bernau vier anstrengende Wettkampftage im Baltikum. Dabei konnten sie feststellen, dass sich die Zeiten der Eisschwimmer immer mehr den normalen Schwimmzeiten annähern. Am Ende erreichten die deutschen Sportler auf der Weltmeisterschaft, die von der IWSA (International Winter Swimming Association) ausgerichtet wurde, den dritten Rang in der Medaillenwertung nach Russland und Estland. Die nächste Weltmeisterschaft ist in Bled (Slowenien).