„Die Serie wird noch hart. Eine 1:0-Führung ist schön, aber noch keine Garantie zum Weiterkommen. Rosenheim hat eine starke Mannschaft – das wissen wir“. Aussagen von Dieter Reiss, Trainer der Hannover Scorpions, die man genauso nach dem 4:1-Auswärtssieg vom Mittwoch in Rosenheim erwarten konnte. Was soll er auch anderes sagen, genauso wie Starbulls-Coach Manuel Kofler: „Wir wollen die Serie wieder drehen, uns den Heimvorteil zurückholen.“ Das können die Starbulls-Eishockeyspieler heute, 20 Uhr, in Spiel zwei der Viertelfinalserie auswärts bei den Scorpions.
Sollte das nicht gelingen, wird es schwer, sehr schwer sogar das Halbfinale zu erreichen. Wer jetzt nicht in den Play-off-Modus schalten kann, hat heute in Hannover auf dem Eis nichts zu suchen. Eine Leistung wie im Heimspiel wird nicht reichen, um die Scorpions zu besiegen. Da fehlte in vielen Situationen der Biss, der unbedingte Wille das Tor erzielen zu wollen. Hier noch ein Schlenker, da noch ein Pass, nicht nah genug am Mann wie beim 0:1 durch Sean Fischer, ungenügendes Abwehrverhalten beim 1:2, als ein Scheibenverlust in der Ecke zum Gegentreffer führte, weil die Zone vor dem eigenen Tor völlig verwaist war und Hannover leichtes Spiel hatte, den Siegtreffer zu erzielen.
Egal wer spielt, die Starbulls müssen heute schon fast gewinnen. Vielleicht spielt ja der offensiv stärkere Chase Witala wieder, denn ein Tor, das zwar Petri Lammassaari erzielte, wird in Hannover kaum zum Sieg reichen. Spiel drei findet dann am Sonntag, 17 Uhr, wieder in Rosenheim statt. bz