Rosenheim – „Wir erwarten den FC Unterföhring als äußerst unangenehmen Gegner. Sie haben nichts mehr zu verlieren und können befreit aufspielen. Vor den zuletzt gezeigten Leistungen haben wir größten Respekt. Sie beweisen Woche für Woche, welch tollen Charakter die Spieler meines Trainerkollegen haben“, erklärte Tobi Strobl, Trainer des Fußball-Regionalligisten 1860 Rosenheim vor dem Heimspiel heute, Samstag, 14 Uhr, gegen den Tabellenletzten Unterföhring. Das Spiel findet auf dem Kunstrasen neben dem Eisstadion statt. „Es wird ein sehr schweres Spiel, meine Jungs müssen mit höchster Konzentration sowie demütig ans Werk gehen und höllisch aufpassen, sonst kann es eine böse Überraschung geben“, warnt Tobi Strobl.
Bei der Mission „erster Heimdreier im neuen Jahr“ können auch die beiden Angreifer Danijel Majdancevic und Markus Einsiedler wieder mitwirken. Ebenso ist Maxi Höhensteiger wieder voll spielfähig. Ein Einsatz von Michael Zant ist hingegen unwahrscheinlich, jedoch nicht ganz ausgeschlossen. Sicher fehlen wird Abwehrspieler Georg Lenz, der aufgrund einer Gelbsperre ausfällt. Ansonsten ist der Kader unverändert.
Abwehrchef und Kapitän Matze Heiß schwört seine Truppe auf einen harten Fight ein: „Wir wissen alle, dass es ein richtungsweisendes Spiel gegen einen schwer zu bespielenden Gegner werden wird. Wir müssen wieder an die Leistung aus der Partie gegen Ingolstadt anknüpfen und das Spiel gegen Fürth vom letzten Wochenende abhaken. Unser Punktekonto soll nach dem Spiel auf alle Fälle 38 Zähler aufweisen, das ist unser Anspruch“.
Unterföhringer Coach Peter Faber erklärte vor dem Spiel in Rosenheim: „Mit unseren vielen Verletzten wird unsere Situation natürlich nicht besser. Trotzdem wollen wir auch in Rosenheim versuchen Punkte mit nach Hause zu nehmen“.
0:1 gegen Buchbach, 0:2 gegen die Löwen und ein 0:0 gegen Wacker Burghausen – so lautet die Frühjahrsbilanz der Unterföhringer. So wehrt sich kein Gegner, der sich bereits aufgegeben hat und im Vorbeigehen zu besiegen ist. Die kommende Partie wird Matze Heiß und Kollegen aller Voraussicht erneut an ihre Leistungsgrenzen zwingen. Ähnlich wie im Hinspiel, als man dank eines Doppelschlags von Majdancevic und Einsiedler die Partie kurz vor Spielende mit 3:2 noch für sich entscheiden konnte. Auffälligster Akteur der Münchner ist derzeit der Japaner Masaaki Takahara. Der quirlige Offensivspieler kam im Sommer vom FC Deisenhofen aus der Landesliga Südost und zählt stetig zu Unterföhrings Aktivposten. Auch Malcom Olwa-Luta ist in Rosenheim kein Unbekannter. Eine Wechselposse verhinderte vor zwei Jahren, dass der schnelle Außenbahnspieler an die Mangfall wechselte. Fehlen wird dem FCU Marco Büchel. Der Nationalspieler aus Lichtenstein laboriert derzeit an einem Außenbandriss.
Gut, dass Danijel Majdancevic wieder dabei ist, denn gerade offensiv hat der TSV noch Luft nach oben. Mit 35 Treffern erzielte man die wenigsten Tore aller Teams der oberen Tabellenhälfte. Ihm zur Seite könnte Korbinian Linner stehen, der in den letzten Wochen vor dem gegnerischen Tor am Geradlinigsten auftrat. Und geradlinigkeit wird gegen den FC Unterföhring am heutigen Samstag definitiv gefragt sein. Die Sechziger sind bestens beraten, sich nur auf sich, ihr Spiel und ihre Stärke zu konzentrieren. Und vor allem den Gegner nicht am Tabellenstand zu beurteilen. mpo/dme