Bremen/Kolbermoor – „Ich war eigentlich ganz gut dabei. Im Rückschlagbereich sind mir leider ein paar kleine Fehler zu viel unterlaufen“, analysierte Winter. Gegenüber den vergangenen Wochen erkannte sie in ihrem Spiel aber „einen klaren Aufwärtstrend. Deshalb bin ich auch relativ zufrieden.“ Ähnlich sah es auch Bundestrainerin Jie Schöpp. „Sabine muss nach ihrer langen Pause des vergangenen Jahres auf dem Weg zu ihrer alten Form Geduld haben. Sie hat schon deutlich besser gespielt als zuletzt.“
Mit Kristin Lang und Katharina Michajlova befanden sich in der Qualifikation zwei weitere Spielerinnen aus Kolbermoor. Das direkte Duell gleich am Anfang des zur Platinum-Serie des Weltverbandes ITTF gehörenden Turniers gewann Lang mühelos mit 11:3, 11:6, 11:5 und 11:7. Danach reichte es trotz einer sehr ansprechenden Leistung gegen die Chinesin Fan Siqi allerdings nur zu zwei Satzgewinnen. „Trotz der Niederlage bin ich äußerst zufrieden und hätte nicht gedacht, dass ich nach meiner Pause schon wieder so gut dabei bin.“
Zum Abschluss der Gruppenphase gewann Kristin Lang gegen Szandra Pergel (Ungarn) in fünf Durchgängen. Die Enttäuschung, dass es als Gruppenzweite nicht zum Einzug in die Zwischenrunde reichte, hielt sich deutlich in Grenzen. Vielmehr war die Jung-Mutter „super happy, dass ich zwei Spiele gewinnen konnte“. Auch die Bundestrainerin zeigte sich über den Auftritt ihres Schützlings „positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass Kristin nach ihrer Schwangerschaft schon wieder so weit ist.“
Dagegen blieb Michajlova in der ÖVB-Arena ohne Sieg, denn auch gegen Szandra Pergel (2:4) und Fan Siqi (0:4) gab es Niederlagen. Gegen die Ungarn war jedoch deutlich mehr möglich. „Beim Stand von 2:1-Sätzen lag ich im vierten Abschnitt noch 6:2 vorne und konnte die Führung nicht nach Hause bringen. In Durchgang fünf bin ich bei 6:5 umgeknickt. Danach war irgendwie die Konzentration raus.“ Gegen Fan hielt Katharina Michajlova trotz des deutlichen Resultats stellenweise gut mit. „Jetzt weiß ich, woran ich noch zu arbeiten habe.“
In der Doppel-Konkurrenz ging vom Kolbermoor-Trio lediglich Sabine Winter mit Petrissa Solja (TTC Berlin eastside) an den Start. Nach der 5:11, 7:11 und 5:11-Niederlage im Achtelfinale gegen Cheng Hsien-Tzu/Liu Hsing-Yin aus Tawan gab Winter ehrlich zu, „wir uns im Vorfeld mehr erhofft hatten. Petrissa und ich waren früher ein eingespieltes Doppel. Das hat immer sehr gut geklappt.“ Der letzte gemeinsame Auftritt lag allerdings knapp zehn Monate zurück, als die Links-Rechts-Kombination bei den Weltmeisterschaften in Düsseldorf zusammen an den Start gegangen war. „Leider konnten wir nicht an unsere Leistungen von damals anknüpfen.“