Play-off-Aus der Starbulls Rosenheim

„Das war symptomatisch“

von Redaktion

Gekämpft ja, nicht aufgegeben ja, das Spiel bis zum Schluss offen gehalten ja, wieder einmal ein sehr spätes Gegentor bekommen? Leider auch ja – die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim haben sich mit der 1:2-Niederlage am Dienstag bei den Hannover Scorpions aus der Play-off-Runde um den Aufstieg in die DEL 2 direkt in die Sommerpause verabschiedet.


Sieben Sekunden vor Spielende entschied Schiedsrichter Carsten Lehnhart auf ein technisches Tor, weil das Rosenheimer Gehäuse seiner meinungs nach absichtlich verschoben wurde (wir berichteten).

„Dieses Gegentor war symptomatisch für den Play-off-Verlauf“, erklärte der Zweite Vorstand Marcus Thaller gestern in einer ersten Stellungnahme, nachdem die Rosenheimer erst um 6 Uhr wieder aus Hannover zurückgekehrt waren. Ob es denn eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters war, ein technisches Tor zu geben? „Ich kann es nicht sagen, weil ich es nicht gesehen habe“, so Thaller weiter.

Nach Aussagen neutraler Beobachter und auf Rückfragen beim Schiedsrichter war es wohl tatsächlich so, dass der Puck auf dem Weg über die Torlinie war, bevor Starbulls-Torhüter Lukas Steinhauer das Tor – ob absichtlich oder unabsichtlich spielt keine Rolle – verschoben hat. Dann kann die Entscheidung des Hauptschiedsrichters nur „technisches Tor“ lauten.

Die Frage ist nur: Darf es sieben Sekunden vor Schluss, nachdem man zwei Minuten vorher noch den 1:1-Ausgleich erzwungen hat, zu einer solchen Szene vor dem eigenen Tor kommen? Nein, darf es eigentlich nicht, aber es war nicht das erste Mal, dass die Rosenheimer durch ungenügendes Abwehrverhalten in den Schlussphasen der Spiele Gegentore, und zwar entscheidende Gegentore, kassiert haben. Und: Wer in zwei Play-off-Spielen gegen die Scorpions jeweils nur ein Tor schießt, braucht sich nicht zu wundern, wenn man am Ende die Serie verliert.

Die Vorstandschaft will sich morgen zum Ausscheiden des Teams äußern. bz

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