Bruckmühl – In der Vorrunde und im Finale des 2. Junior Masters und vor heimischem Publikum in Bruckmühl erzielte die Vagenerin Ramona Dandl zweimal Platz eins. Damit löste sie vorzeitig eines der beiden deutschen EM-Tickets für die Hallenrad-Europameisterschaft am 11./12. Mai im schweizerischen Bazenheid. Ebenso erzielte ihre Vereinskameradin Jana Pfann beide Male überzeugend Platz zwei. Sie sicherte sich damit ebenfalls frühzeitig einen der vier begehrten deutschen Nationalkaderplätze.
Ihr Heimatverein, die Soli Bruckmühl, hat das 2. Junior Masters im Kunstradsport ausgerichtet und dabei sportliche und mediale Maßstäbe gesetzt. Ramona Dandl konnte ihrer Favoritinnenrolle trotz des Heimspiel-Drucks souverän gerecht werden. Sie war bislang als Erstplatzierte aus allen vier Durchgängen herausgegangen. In Bruckmühl überzeugte sie die Kommissäre mit einer herausragenden Leistung. In der Vorrunde erzielte sie 162,94 ausgefahrene von 184,10 aufgestellten Punkten (89 Prozent). Trotz Platz eins blieb die 17-jährige Vagenerin unter ihren Möglichkeiten, und so war es ihr anzusehen, dass sie leicht unzufrieden von der Fläche ging. Im Finallauf legte sie das bislang beste Ergebnis der Serie bei den 1er-Juniorinnen mit 171,89 Punkten (93 Prozent) auf‘s Parkett, obwohl Jana Pfann sie mit 166,23 Punkten herausforderte. Sie zeigte damit auch ihre ausgezeichnete Wettkampfstärke und ihre sportliche Spitzenklasse. Unter tosendem Applaus und mit einem zufriedenen Lächeln verließ sie die Fläche.
Sportliche Ausnahmetalente
Ebenfalls im Rampenlicht stand Jana Pfann. Auch bei ihr war der zusätzliche Druck des heimischen Publikums wahrnehmbar. Trotzdem konnte auch die 15-jährige Großhelfendorferin sportliche Spitzenleistung präsentieren. 159,66 ausgefahrene Punkte von 176,33 (91 Prozent) in der Vorrunde und 166,23 im Finale brachten beide Male mit Abstand zur nachfolgenden Mitbewerberin unangefochten Platz zwei. Damit unterstrich sie abermals ihr sportliches Ausnahmetalent. Obwohl sie heuer reglementbedingt noch nicht an der EM-Qualifikation teilnehmen darf – leistungsmäßig hätte sie ebenfalls vorzeitig das zweite EM-Ticket gelöst – hat sie sich als deutsche Spitzensportlerin gezeigt, und sich für den Juniorennationalkader 2019 empfohlen.
Starke Konkurrenz bei EM erwartet
Bei diesen Erfolgen war die Freude bei den stolzen Trainern Robert und Michel Niedermeier sowie Daniela Schenk in deren strahlenden Gesichtern ablesbar. „Aber, die österreichische Konkurrenz sitzt uns im Nacken“, so Robert Niedermeier, der auch Soli-Bundestrainer ist, in einem Interview. Mit Julia Walser, die zwei Punkte mehr an Schwierigkeit aufstellt und schon einiges an WM- und EM-Erfahrung mitbringt, stellen die Nachbarn die Spitze im 1er-Kunstradsport der Juniorinnen.
Auch Lorena Schneider, die zwar rund acht Punkte weniger aufstellt, aber sehr konstant sehr hohe Quoten ausfährt, ist eine starke und ernstzunehmende Konkurrentin für Ramona Dandl. Und so bleibt es sehr spannend beim Kampf um den Europameisterschaftstitel in eineinhalb Monaten und um das sehr begehrte „Sternchentrikot“. da