München – Eine Woche hat der SV Wacker Burghausen nun Zeit seine Wunden zu lecken, ehe es am 17. April zum Krimi bei der SpVgg Bayreuth geht. Die deftige 0:5-Pleite am Montagabend bei den kleinen Bayern im Grünwalder Stadion sollte bis dahin verdaut sein. „In der derzeitigen Konstellation war der Gegner einfach nicht unser Maßstab“, bekannte Trainer Patrick Mölzl.
Eine halbe Stunde ging der Plan des Trainers auf, danach brachen die Dämme: Wacker stand mit einer Fünferkette in der Defensive gut, konnte aber kaum Konter setzen. Das Team von Bayern-Trainer Tim Walter kreiste phasenweise wie beim Handball um den Wacker-Strafraum, fand aber keine Lücken. Erst ein kapitaler Fehlpass ermöglichte dem Tabellenzweiten der Regionalliga Bayern den Führungstreffer, Nicolas Feldhahn erkannte die Lücke und Milos Pantovic vollendete mit einem Drehschuss aus kurzer Distanz (30.). Besonders geärgert hat sich Mölzl dann beim zweiten Treffer, denn der aufgerückte Innenverteidiger Feldhahn durfte eine Ecke von Pantovic ungehindert einköpfen (41.). „Das darf nicht passieren, bei Standards gibt es eine klare Zuteilung. Wir haben es eine halbe Stunde wirklich gut gemacht, waren dann aber nicht mehr konsequent“, so der Burghauser Coach.
Hätte Burghausen den zweiten Treffer verhindern können, wäre vielleicht nach dem Seitenwechsel noch mal etwas drin gewesen, denn zu Beginn des zweiten Abschnitts konnte sich Wacker öfter aus der Umklammerung befreien und hatte nun selbst Möglichkeiten durch Christoph Buchner (52.) und Julien Richter (57.). Mölzl: „Wenn wir da ein Tor machen, kommen wir vielleicht noch einmal ins Spiel zurück.“ Als Franck Evina per abgefälschtem Schuss in der 62. Minute den dritten Treffer für die Bayern erzielt, war die Sache gelaufen.
SV Wacker Burghausen: Flückiger, Schulz, Pöllner, Buchner, Janietz, Subasic, Muteba (ab 79. Pichler), Wächter, Duhnke, Omelanowsky (ab 78. Holek), Sulmer (ab 46. Richter).
Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang).
Zuschauer: 582.
Tore: 1:0 Pantovic (30.), 2:0 Feldhahn (41.), 3:0 Evina (62.), 4:0 Pöllner (68., Eigentor), 5:0 Hingerl (85.).mb