Sarah Mantz gewann zweimal Bronze.
Schwabhausen – Durch diese beiden Erfolge hat sich die 17-Jährige noch mehr in den Fokus für eine erstmalige Nominierung durch Mädchen-Bundestrainerin Dana Weber (Haßloch) für die Jugend-Europameisterschaften in Cluj (15. bis 24. Juli) gespielt.
„Ich hatte zunächst einige Probleme in das Turnier zu finden“, berichtete Mantz, die sich jedoch von Runde zu Runde steigerte und mühelos in das Halbfinale einzog. Gegen Gaia Monfardini (TTC GW Staffel) befand sich das Talent aus Kolbermoor eigentlich schon auf der Siegerstraße, doch eine zwischenzeitliche 3:1-Satzführung reichte nicht zum Einzug in das Endspiel. Stattdessen gewann Monfardini den siebten Durchgang trotz eines 1:6 und 7:9-Rückstandes sowie der Abwehr eines Matchballs beim Stand von 11:12 noch mit 14:12.
Die an Position eins gesetzte Mitfavoritin auf den Titel, Laura Tiefenbrunner (SV DJK Kolbermoor), musste sich die Entscheidung im Kampf um die Medaillen von der Tribüne aus anschauen. Die 16-Jährige hatte sich durch vier Erfolge mühelos für die Runde der letzten Acht qualifiziert, kassierte auf dem Weg in das Semifinale jedoch gegen Gaia Monfardini eine 1:4-Niederlage. „Ich kam nicht gut ins Spiel. Es wäre mehr möglich gewesen, wenn ich den ersten Satz nach Führungen nicht 9:11 verloren hätte.“ Groß war die Enttäuschung bei Tiefenbrunner auch nach dem überraschend frühen Ausscheiden in der Doppel-Konkurrenz. Gleich im ersten Spiel unterlagen Laura Tiefenbrunner und Franziska Schreiner (TV 1921 Hofstetten), die Kombination war in der Bundeshauptstadt an Nummer eins eingestuft worden, den Geschwistern Ayumu und Yuki Tsutsui vom TTC GW Staffel in drei Sätzen. „Das war ganz schlecht“, fand Tiefenbrunner deutliche Worte.
Mit Naomi Pranjkovic musste sich eine dritte Spielerin aus Kolbermoor gegen Gaia Monfardini geschlagen geben. Die Schüler-Nationalspielerin hatte sich als Gruppenzweite in das Hauptfeld gespielt und verlor nach einem weiteren Erfolg gegen Karina Pankunin (TSV Schwarzenbek) mit 1:4 gegen die spätere deutsche Vizemeisterin. „Ich habe richtig gut gespielt und bin mit meinen Leistungen sehr zufrieden“, strahlte Pranjkovic. Das galt auch für den Doppel-Wetttbewerb, denn an der Seite von Annett Kaufmann (TTC Bietigheim-Bissingen) wurden schließlich im Achtelfinale die Titelverteidigerinnen Sophia Klee/ Anastasia Bondareva (SC Niestetal/VfR Fehlheim) aus dem Turnier geworfen. Zu einer Medaille reichte es jedoch nicht, da die entscheidende Viertelfinalpartie gegen Berger/Schönau in vier Sätzen verloren wurde.
Auch wenn Felix Wetzel nur ein Sieg zum Sprung auf das Siegerpodest fehlte, war der Spieler des Regionalligisten DJK SB Rosenheim mit seinen Vorstellungen in der Einzel-Konkurrenz „mehr als zufrieden. Ich habe richtig gut gespielt.“ Die Nummer zwölf der Setzliste blieb in der Vorrunde ohne Niederlage und zog mit drei Erfolgen in das Hauptfeld ein. Nach einem Freilos sorgte der Linkshänder für ein positives Ausrufezeichen und setzte sich gegen Kay Stumper (SV Salamander Kornwestheim) überraschend mit 4:2 durch. Wetzel nahm damit erfolgreich Revanche für die letztjährige Final-Niederlage bei den nationalen Titelkämpfen der Schüler. Im Viertelfinale kam jedoch gegen den Titelverteidiger und späteren Zweitplatzierten, Fanbo Meng (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell), das Aus. Trotz der 1:4-Niederlage hielt sich die Enttäuschung in Grenzen, „da ich meine Leistung gestimmt hat“. Im Doppel hatten sich Felix Wetzel und Daniel Rinderer (FC Bayern München) berechtigte Hoffnungen auf den Gewinn einer Medaille gemacht. Die an Position drei eingestufte Paarung schied jedoch in der Runde der letzten Acht aus.
Mit zwei Siegen und einer Niederlage qualifizierte sich Mike Hollo (SV DJK Kolbermoor) als Gruppenzweiter für das Einzel-Hauptfeld. „Ein wenig Pech hatte ich dann mit der Auslosung“, berichtete der 14-Jährige. Gegen Tom Eise, der in der 3. Bundesliga für den TTC 1946 Weinheim spielt und vier Jahre älter ist, schlug sich Hollo sehr tapfer und zeigte trotz der 9:11, 11:13, 11:7 sowie 9:11-Niederlage eine sehr ansprechende Vorstellung. „Meine Leistung war insgesamt in Ordnung. Allerdings war mehr möglich.“ Der Schüler-Nationalspieler schied im Doppel mit Petros Sampakidis (TuS Fürstenfeldbruck) im Achtelfinale aus.