Fussball-Regionalliga bayern

Gier in den Augen

von Redaktion

Kann der TSV 1860 Rosenheim noch gewinnen? Seit mittlerweile sieben Partien warten die Innstädter nun bereits auf einen Sieg. Im Heimspiel gegen den SV Seligenporten soll nun endlich der Knoten platzen und der ersehnte Dreier her. Die Partie gegen den Tabellensiebzehnten beginnt heute, Dienstag um 19 Uhr im Rosenheimer Jahnstadion.


„Schon auf der Rückfahrt nach der Partie gegen die U23 des FC Bayern München spürte man, dass die Jungs wieder Lunte gerochen haben und der Hunger auf die nächsten Aufgaben wuchs. Auch in den Trainingseinheiten der letzten Tage merkte man deutlich, wie die Gier in den Augen jedes einzelnen zurückkam und einige Prozent mehr an Aggressivität und Willensstärke in die Zweikämpfe reingelegt wurden“, so Sechziger-Trainer Tobi Strobl.

Das vergangene Wochenende war ebenfalls ganz nach dem Geschmack der Rosenheimer Regionalliga-Kicker. Und das ohne überhaupt selbst gegen den Ball getreten zu haben. Denn während Räuber und Co. spielfrei pausierten, spielten die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt allesamt nach dem Gusto der Sechziger. Der 16. aus Bayreuth konnte weder in Buchbach (1:1) noch zu Hause gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Unterföhring (1:2) den Abstand auf das rettende Ufer nachdrücklich verringern. Pipinsried, 15. der Regionalliga Bayern, kam in Illertissen nicht über ein Remis hinaus und auch Seligenporten, Rosenheims heutiger Gegner, musste sich im Heimspiel gegen Eichstätt mit einem torlosen Unentschieden begnügen. Das Team von Roger Prinzen steht derzeit lediglich zwei Punkte vor dem FC Memmingen und damit nur knapp vor dem ersten, direkten Abstiegsplatz.

Personell fällt beim SVS sofort ein radikal verjüngtes Mannschaftskonstrukt ins Auge. Während letzte Saison noch Marco Christ, Christopher Pfeiffer und Bastian Herzner Stützen der ‚Klosterer‘ waren, sind nun Raffael Kobrowski (21 Jahre), Mario Götzendörfer (21 Jahre) und Danilo Dittrich (22 Jahre) Spieler, auf denen die Hoffnungen ruhen.

Die Sechziger zeigten im Spiel gegen den FC Bayern München II wieder sein gewohntes Gesicht. Leidenschaft in der Arbeit gegen den Ball kombinierte man wieder mit der üblichen, technisch starken Spielfreude in der Offensive. Dass es letztlich nicht zu einem Punktgewinn reichte, war schlicht und ergreifend einfach nur dem Pech im Torabschluss geschuldet.

„Wir freuen uns richtig auf Seligenporten, stecken voller Tatendrang und haben ein richtig gutes Gefühl. Wir werden alles dafür tun den ersten Heimdreier der Rückrunde einzufahren. Natürlich wissen wir auch, dass es für den Gegner um sehr viel geht, sie werden sicher alles versuchen. Der Kampf gegen die Relegation ist eröffnet“, erklärte Strobl. mpo/re

Artikel 1 von 11