So laufen Auf- und Abstieg im Amateurfussball

Fast alles hängt von 1860 München ab

von Redaktion

Nicht nur eingefleischte „Löwen“-Fans zittern mit dem TSV 1860 München um die Qualifikation zur dritten Liga. Auch in Buchbach, Rosenheim und sogar in Traunstein drückt man dem Beinahe-Meister der Fußball-Regionalliga die Daumen.

Denn die Frage, ob die Sechziger auch 2018/19 in der vierthöchsten Spielklasse antreten müssen, kann sich bis zur Landesliga auf Auf- und Abstieg auswirken.

Eine Übersicht über die Relegation von der Regionalliga bis zur C-Klasse:

Regionalliga Bayern: Aus der 19er-Liga steigen zwei Vereine direkt in die Bayernliga ab. Der Tabellen-16. und 17. müssen sich gegen zwei Bayernliga-Vertreter qualifizieren, zurzeit wären das der TSV Rain/Lech (Süd) und der Würzburger FV (Nord). Wie viele Plätze für das Quartett frei sind, hängt vom Aufstieg des Regionalliga-Meisters in die 3. Liga ab. Schafft er es, reicht bereits ein Sieg (nach Hin- und Rückspiel), um aufzusteigen oder drin zu bleiben. Scheitert der bayerische Vertreter, darf sich nur einer der vier in der nächsten Saison Regionalligist nennen.

Bayernliga Süd: Bis zu vier Süd-Bayernligisten müssen in die Relegation mit den fünf Landesliga-Vizemeistern um den Klassenerhalt, SBC Traunstein und Kirchanschöring wären zurzeit dabei. SE Freising, Sturm Hauzenberg oder TSV Waldkirchen könnten ihre Gegner heißen. Doch der Tabellen-14. der Bayernliga Süd hat eine gute Chance um die Saison-Verlängerung herumzukommen. Denn in der Bayernliga Nord kommt die Reserve des FC Schweinfurt 05 als 14. zurzeit nur auf 28 Punkte aus 30 Spielen, Hankofen ist mit 37 Zählern aus 31 Spielen besser. Wie viele Plätze für die zwölf Relegationsteilnehmer frei sind, hat der Verbands-Spielausschuss noch nicht festgelegt. Eigentlich sind es drei. Bei einem Drittliga-Aufstieg des TSV 1860 hätten aber auch vier Teams in den beiden Bayernligen Platz. Und noch eine Unbekannte ist im Spiel: Einige Sechziger-Funktionäre liebäugeln damit, die zweite Mannschaft aus der Bayernliga Süd zurückzuziehen. Passiert das noch vor dem letzten Spieltag am Freitag vor Pfingsten, würde 1860 II ans Tabellenende gesetzt, alle übrigen Teams rückten einen Platz nach oben.

Landesliga Südost: Direkt absteigen müssen die schlechtesten zwei der 18 Teams. Die Vereine auf den Plätzen 14 bis 16 gehen in die Relegation mit den Bezirksliga-Zweiten. Und in der qualifiziert sich nur jeder Vierte der bayernweit 28 Vereine. Nur der beste 14. der fünf Landesligen kommt um die Extra-Tour herum. Zurzeit ist das der TSV Bad Abbach (Mitte) mit 37 Punkten aus 29 Spielen. Der Südost-14., SB-DJK Rosenheim (34/30), liegt in dieser Rangliste auf Platz zwei. Die Schützlinge von Klaus Seidel müssen sich also anstrengen – wenn es schon nicht zu Platz 13 reicht. In der Relegation könnte es gegen den Liga-Rivalen Moosach, gegen Moosinning (Bezirksliga Süd), Waldkraiburg (Ost) oder den ASCK Simbach (Bezirksliga Niederbayern West) gehen.

Bezirksliga Ost: Im schlimmsten Fall hätten es fünf heimische Bezirksligisten werden können, die absteigen. Doch akut gefährdet ist aus dem Kreis Inn/Salzach nur der SV-DJK Kolbernoor. Au und Reichertsheim kämpfen darum, nicht in die Relegation zu müssen. Doch die ist halb so wild: Ein Sieg (nach Hin- und Rückspiel) gegen einen Süd- oder Nord-Bezirksligisten (zurzeit FC Hertha München und SV Lohhof) reicht auf jeden Fall, um drinzubleiben. Und aus den beiden Kreisligen steigen nicht nur die Titelträger auf, sondern auch der beste Vizemeister, der in einem Entscheidungsspiel ermittelt wird. Der Zweite aus der Kreisliga 1 hat im Hinspiel Heimrecht.

Kreisliga: Die Lage am Tabellenende der Bezirksliga schlägt auf den Abstiegskampf in der Kreisliga durch. Eigentlich spielen jeweils der 12. und 13. der beiden Kreisligen mit den Vizemeistern der vier Kreisklassen in zwei Runden zwei Kreisligaplätze aus. Gibt es nur zwei Absteiger aus der Bezirksliga, wären drei Plätze frei. Bei nur einem Rückkehrer von oben wären es sogar vier. Dann würde schon ein Sieg zum Kreisliga-Klassenerhalt oder Aufstieg reichen. Um Manipulationen zu verhindern, wird erst am Saisonende ausgelost, wer gegen wen (auf neutralem Platz) ran muss.

Kreisklasse: Vier Kreisklassisten und sechs Tabellenzweite aus der A-Klasse spielen auf neutralen Plätzen fünf freie Plätze aus. Nachrücker gibt es hier nicht. Die Auslosung: Zweiter A-Klasse 2 – Zwölfter Kreisklasse 1, Zwölfter Kreisklasse 3 – Zweiter A-Klasse 5, Elfter Kreisklasse 2 – Zweiter A-Klasse 1, Zweiter A-Klasse 3 – Zweiter A-Klasse 4 und Zweiter A-Klasse 6 – Elfter Kreisklasse 4.

A-Klasse: Der Drittletzte bleibt diesmal von der Relegation verschont.

B-Klasse: Wie vor einem Jahr steigen nicht nur die sieben Meister direkt auf, sondern auch der punktbeste Vizemeister. Die Punkte werden dabei durch die Zahl der Spiele geteilt. Mit einem Quotienten von 2,29 wäre der SV Schonstett (B-Klasse 3) zurzeit der Glückliche. Die sechs verbleibenden Tabellenzweiten spielen drei weitere Aufsteiger aus.

C-Klasse: Diesmal sind nur die sieben Meister automatisch für die B-Klasse qualifiziert. Dazu kommt der punktbeste Zweite, zurzeit ist das der SV Aschau/Inn II. Für die sechs weiteren Vizemeister sind drei weitere Plätze reserviert, die in drei Duellen ausgespielt werden.

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