Rosenheim – „Wir haben Druck, aber Freising hat auch Druck“, beschreibt Günter Güttler, Sportlicher Leiter beim Fußball-Landesligisten SB/DJK Rosenheim, die Situation vor dem drittletzten Spieltag der laufenden Saison. Die Sportbündler stecken auf einem Relegationsplatz mitten in der Abstiegszone fest – und nun kommt der Tabellenzweite SE Freising, der auch noch Chancen auf den Meistertitel besitzt. Anpfiff ist am heutigen Samstag um 14 Uhr im Josef-März-Stadion.
Freising hat sogar noch etwas mehr Druck: Denn zur Winterpause lagen die Schwarz-Gelben mit einem Punktepolster voran und hatten allerbeste Voraussetzungen, um die Meisterschaft zu erringen. Doch im Frühjahr ließ man immer wieder mal Federn und verspielte diesen Vorsprung. Aktuell haben die Freisinger einen Zähler Rückstand auf Türkgücü-Ataspor München und dürfen sich eigentlich keinen Ausrutscher mehr erlauben.
Mit Andreas Hohlenburger und James Joseph verfügen die Gäste über ein höchst erfolgreiches Sturmduo, auf das sich die Abwehr der Sportbündler gefasst machen muss. Joseph kommt auf 27 Tore in 31 Begegnungen, Hohlenburger hat 26 Treffer in 27 Spielen erzielt. Gelingt es den Rosenheimern, diese beiden Spieler in Schach zu halten, dann ist schon einmal viel gewonnen.
Wie die Defensive der Sportbündler aussieht, ist noch offen. Simon Baumgartner musste zuletzt in Erlbach früh angeschlagen raus, hat aber das Abschlusstraining mitgemacht. Ansonsten bleibt der Kader auch gleich: Dominik Reichmacher und Maximilian Mayer können wohl erst in der kommenden Woche wieder eingreifen, hinzu kommen die Langzeitverletzten Hannes Semmler, Ender Karavil und Heiko Petrasch.
Den Rosenheimern sei geraten, durchaus selbstbewusst in dieses Spiel zu gehen. Dafür gibt es gute Gründe: Schon im Hinspiel lieferte man gegen Freising eine starke Leistung ab und musste sich lediglich in der Schlussphase mit 0:2 geschlagen geben. Die Moral in der Truppe stimmt, was das 2:2 in Erlbach bewiesen hat, als man einen Rückstand aufholte. Und immerhin ist man seit drei Begegnungen ungeschlagen. Das bedeutet, dass die Mannschaft trotz aller Schwankungen im Spiel selbst doch zu einer gewissen Stabilität gefunden hat – und diese ist im Kampf um den Klassenerhalt ungemein wichtig. Und noch etwas: Für den SBR wird sich die Lage nach dem Spiel kaum wesentlich ändern, denn man wird weiter um den Verbleib in der Liga kämpfen müssen. Bei Freising ist das anders. Also gilt: Der SBR hat nur wenig zu verlieren, aber sehr viel zu gewinnen! tn