Fussball

Notfalls Spiele mit Neun gegen Neun

von Redaktion

Ideen gegen Rückzüge wegen Spielermangels

München – Spielermangel – das ist die Standard-Begründung, wenn sich Fußball-Teams zurückziehen. Allein seit der Winterpause hat es in den C-Klassen im Kreis Inn/Salzach fünf erwischt, seit Saisonbeginn sind es schon zehn, davon mit dem TSV Haag (B3) und dem TSV Kastl II (B5) sogar zwei B-Klassisten. Die C-Klasse 5 ist inzwischen von 13 auf 10 Teams zusammengeschmolzen, nur noch die C-Klasse 3 ist komplett. Ein Alarmzeichen für die Spielleiter, die jetzt neue Wege gehen wollen.

„Neun gegen Neun“ heißt das Modell, das Kreisspielleiter Tom Langner (Taching) den Vereinen dieser Tage vorstellt. Wer einen zu knappen Kader hat, kann vor der Saison festlegen, dass er zu den Spielen nur zu neunt antritt. Dann läuft auch der jeweilige Gegner nur mit neun Spielern auf, das Spielfeld wird leicht verkürzt. Die Idee kommt aus den dünn besiedelten Gebieten Norwegens, weswegen sie auch als „ Norweger-Modell“ bekannt ist. Die Erfahrungen in den Reserve-Spielgruppen in Niederbayern, wo die Möglichkeit seit dem vergangenen Jahr angeboten wird, sind positiv. Geklärt werden muss nur noch, ob eine Neuner-Mannschaft auch aufsteigen könnte. Die Tendenz: eher nicht. „Aber darum geht es ja vielen gar nicht, sondern nur darum, Spielmöglichkeiten zu schaffen“, sagt Langner.

Die Rückzüge im Kreis: TSV Haag (B-Klasse 3, vor der Saison), TSV Kastl II (B-Klasse 5), FV Oberaudorf II (C-Klasse 1), TSV Rohrdorf II (C-Klasse 2), Türkspor Waldkraiburg (C-Klasse 4), FC Perach II, FC Mühldorf III (vor der Saison), TSV Stammham II (alle C-Klasse 5), TSV Trostberg II (C-Klasse 6), TSV Übersee II (C-Klasse 7).

Alle ausgetragenen Spiele dieser Mannschaften wurden aus der Tabelle gestrichen. Für die letzten vier Spieltage, die am Wochenende beginnen, gelten andere Regelungen: Scheidet nun noch ein Team aus, bleiben dessen Spiele in der Wertung, die restlichen Partien werden mit 0:2 gewertet.ah

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