Fussball-Regionalliga Bayern

Burghausen will, TSV 1860 muss

von Redaktion

Rosenheim braucht beim Wacker-Heimspiel noch einen Punkt

Burghausen – „Ich hoffe, dass die Luft noch nicht raus ist, gegen Rosenheim wollen wir noch mal einen Sieg draufpacken“, hat Burghausens scheidender Interimstrainer Ronald Schmidt bereits unmittelbar nach der 0:3-Niederlage in Buchbach verkündet. Sein Team kann heute um 14.05 Uhr ohne Druck aufspielen, für den Lokalrivalen aus Rosenheim geht es dagegen noch um den Klassenerhalt.

Bei zwei Punkten Vorsprung auf die SpVgg Bayreuth reicht dem TSV 1860 Rosenheim dank der deutlich besseren Tordifferenz ein Punkt zum sicheren Klassenverbleib – unabhängig davon, was die Löwen in Bayreuth machen. Zusammen mit dem FC Unterföhring sind die Sechziger aus Rosenheim das schlechteste Team der Rückrunde: Nur einen Sieg und gerade mal elf Punkte konnte die Mannschaft von Trainer Tobias Strobl, der ja nächste Saison in Ingolstadt arbeiten wird, aus den bislang 17 Rückrundenspielen verbuchen. Am letzten Samstag setzte es für die Rosenheimer eine krachende 1:4-Pleite gegen Memmingen, bei der Kapitän Matthias Heiß und Markus Hartl schon vor der Pause die Rote Karte sahen. Neben den beiden Rotsündern fehlen den Gästen mit Sicherheit auch Bruno Goncalves (Bänderverletzung im Knie) sowie Markus Zant (Muskelzerrung). Der zuletzt beruflich verhinderte Sebastian Weber ist hingegen wieder dabei.

Auch Schmidt kann nicht seine beste Mannschaft aufs Feld schicken und muss weiter auf den Ex-Rosenheimer Sascha Marinkovic (Bänderriss) und Marius Duhnke (beruflich bedingt) verzichten. Ob die zuletzt angeschlagenen Mauri Scioscia, Julien Richter und Tobi Janietz auflaufen können, wird sich wohl erst kurz vor dem Anpfiff entscheiden. Stefan Wächter kehrt indes nach seiner Gelbsperre in die Mannschaft zurück.

Mit einem Sieg würde Burghausen die 50-Punkte-Marke überspringen, könnte Platz sieben verteidigen und käme sicher vor den Rivalen Schalding-Heining, Buchbach und Rosenheim ins Ziel. Damit wären die Saisonvorgaben nach dem großen Umbruch im Sommer letzten Jahres weitgehend erreicht.

In der Regionalliga Bayern trafen Burghausen und Rosenheim bisher erst dreimal aufeinander. 1860 gewann zwei Duelle, Wacker eines, wobei gerade die 2:3-Niederlage in der Hinrunde aus Wacker-Sicht äußerst unglücklich war, hatte das Team von Trainer Patrick Mölzl den Gegner in der ersten Hälfte regelrecht an die Wand gespielt.

Für Schmidt, der ja in der kommenden Saison mit Manni Stutz als Co-Trainer fungieren wird, ist die Partie heute seine Abschiedsvorstellung als Chefcoach – die große Frage ist natürlich jetzt, wer die Mannschaft beim Trainingsstart am 3. Juni übernimmt. Das Kandidatenkarussell dreht sich noch, Gespräche werden geführt und dem Vernehmen nach soll es schon den einen oder anderen Favoriten geben.mb

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