Berlin – Das heimische Quartett hatte Glück, dass neben den schwangeren Spielerinnen Xiaona Shan und Kathrin Mühlbach auch Petrissa Solja nicht spielen konnte. Dies führte dazu, dass man aus den Eingangsdoppeln den erhofften Punkt, den das Duo Lang/Winter in einem Dreisatzspiel gegen Mutter und Tochter Palina erzielte, mitnahm. Allerdings sagte Kolbermoors Günther Lodes: „Die Doppel haben wir nicht gerade günstig getroffen. Ich denke, Sabine Winter und Kristin Lang hätten gegen Pota/Matsudaira gewonnen.“ Im ersten Paarkreuz trennte man sich dann ebenfalls unentschieden, wobei Jia Liu gegen eine gut aufspielende Shiho Matsudaira im vierten Satz eine 4:1-Führung vergab und beim Stand von 7:6 eine Auszeit nahm. Die half ihr dann, denn nach dem 10:8 konnte sie gleich den ersten Matchball verwerten.
Der Weg zum späteren Sieg sollte über das hintere Paarkreuz führen. Nach Sabine Winters Erfolg lieferte sich Katharina Michajlova ein Fünfsatzduell gegen Irina Palina, das bis zum letzten Ballwechsel spannend blieb. Im fünften Satz wechselten beide Spielerinnen beim Stand von 2:5 aus Kolbermoorer Sicht die Seiten. Als es dann Michajlova gelang, mit 9:8 in Führung zu gehen, nahm die Berlinerin eine Auszeit. Die Kolbermoorerin machte aber ihrerseits den zehnten Punkt und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Beim Stand von 4:2 erlebten die Zuschauer ein geradezu überragendes und auf höchstem Niveau stehenden Spiel, wobei sich Jia Liu gegen Georgina Pota, gegen die sie zuletzt mit 0:3 verloren hatte, diesmal in einem wahren Krimi revanchieren konnte. Im Entscheidungssatz wechselte man bei einem 3:5-Rückstand aus Sicht der Österreicherin die Seiten. Liu glich dann aus und ging mit 10:7 in Führung. Zwar verpasste sie den ersten Matchball, schaffte dann aber das 11:8. Dass dann Kristin Lang, der nach ihrer Babypause noch etwas die Kraft fehlt, Shiho Matsudaira zum Sieg gratulieren musste, fiel nicht besonders ins Gewicht. Denn Sabine Winter machte den ersten vollen Erfolg, seitdem man sich mit dem Starensemble duelliert, mit dem Viersatzsieg gegen Irina Palina zum 6:3 perfekt.
Lodes zeigte sich unmittelbar nach Spielende höchst erfreut: „Es waren harte Kämpfe. Entscheidend war aber, dass wir hinten drei Punkte gemacht haben. Was Jia Liu bei ihrem Fünfsatzsieg abgeliefert hat, war geradezu sensationell. Wir haben dies nicht erwartet. Das Tor zum Finale ist offen.“
Für den SV-DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Lang/Winter (1); Einzel: Liu, Winter (je 2), Michajlova (1).eg