Relegation zur Fussball-Landesliga

Erneut die Kräfte bündeln

von Redaktion

SB/DJK Rosenheim erwartet heute, 18.30 Uhr, im Hinspiel Moosach

Rosenheim – „Dieselbe Prozedur wie letztes Jahr?“, fragt Butler James pflichtbewusst. „Dieselbe Prozedur wie jedes Jahr“, antwortet Miss Sophie an ihrem 90. Geburtstag. Den Dialog aus dem berühmten Silvester-Schwank „Dinner for one“ kann man aktuell auf die Landesliga-Kicker des SB/DJK Rosenheim münzen. Genau wie im letzten Jahr müssen sie sich erneut in der Relegation für die sechste Spielklasse qualifizieren. Dass dies jedes Jahr so sein soll, davon will man beim SBR nichts wissen…

Die Sportbündler kennen das Prozedere genau: Zwei Runden müssen gewonnen werden, in jeder Runde gibt es Hin- und Rückspiel. Bemerkenswert ist, dass die Vierergruppe „Südost“ gleich aus drei Landesligisten und einem Bezirksliga-Vertreter besteht – bei 13 Landesliga-Releganten und sieben Qualifikationsgruppen eine fragwürdige Einteilung seitens des Bayerischen Fußball-Verbandes. Wie dem auch sei, will der Sportbund in der Landesliga bleiben, muss er gegen jeden Gegner bestehen können. Und so wartet gleich in der ersten Runde mit dem TSV Moosach bei Grafing ein Liga-Konkurrent. Das erste Duell steigt heute um 18.30 Uhr im Josef-März-Stadion, das Rückspiel in Moosach am Sonntag.

Es gilt, sich gleich eine gute Ausgangsposition für das zweite Spiel zu besorgen. Der leichte Vorteil liegt hier bei den Moosachern, die im Rückspiel dann Heimrecht haben. Aber dieser Vorteil ist wohl nur minimal, wie die beiden Begegnungen im Saisonverlauf gezeigt haben: Im Juli 2017 gewannen die Moosacher in Rosenheim mit 2:1, im Herbst vergangenen Jahres revanchierte sich der SBR mit einem 2:1-Erfolg in Moosach. Es bleibt also eine 50:50-Geschichte, in der wohl die bessere Tagesform den Ausschlag geben dürfte.

Auch die beiden Bilanzen der Teams nach der Winterpause ähneln sich: Moosach hat drei Spiele gewonnen, drei Partien endeten unentschieden und sechs gingen verloren. Der Sportbund weist ebenfalls drei Siege und drei Unentschieden im Jahr 2018 auf und ging siebenmal als Verlierer vom Feld: Kurios: Beide Teams erzielten in diesen zwölf beziehungsweise 13 Spielen 22 Tore und mussten 26 Gegentreffer hinnehmen. Bei Moosach schlug dabei der 7:2-Erfolg in Töging besonders zu Buche, während die Sportbündler konstant trafen.

Die etwas breitere Brust dürfte der SBR haben, der zuletzt gegen Manching dank einer bärenstarken zweiten Hälfte mit 3:1 die Oberhand behielt und aus den letzten sechs Spielen eine ausgeglichene 2-2-2-Bilanz aufweist. Hingegen hat Moosach nur eines der letzten acht Spiele für sich entschieden. Doch in der Relegation ist die Punktrunde sowieso schon Schnee von gestern. Und Stolpersteine gibt es immer und überall, nicht nur den Tigerkopf für Butler James…tn

Artikel 2 von 11