Georg Eichler ist wieder Trainer der Wasserburger Basketball-Damen. Der 41-Jährige wirkte von 2015 bis Dezember 2017 schon in der Innstadt und holte 2016 und 2017 das Double. Im OVB-Interview spricht er über sein Comeback und die Ziele mit dem TSV Wasserburg.
Wie kam es zu der Rückkehr?
Die neue Abteilungsleitung hat mir bei einem Treffen das neue Konzept und die Visionen erläutert. Davon war ich sofort begeistert, weil es zeigt, dass hier eine ganz neue Professionalität ins Team kommen kann, mit vielen Herausforderungen. Es passt mit den Punkten überein, die mir im Sport wichtig sind. Seitdem sind wir im engen Austausch und planen gemeinsam die kommende Saison. Für mich persönlich ist es auch toll, weil ich nicht extrem weit von meiner Familie weg bin.
Wie sehen Sie die Neuausrichtung in Wasserburg?
Neue Ideen verwirklichen und daran mitarbeiten, das Team professionell zu betreuen und eine starke Zukunft zu entwickeln, ist großartig. Es zeigt Mut und eine Gabe, den Basketballsport attraktiv und zeitgemäß zu halten, daher bin ich überzeugt von der neuen Abteilungsleitung. Mit vielen deutschen Spielerinnen und jungen Spielerinnen, die wir hoffentlich verpflichten können, wollen wir begeistern. Die kommende Saison wird ein echtes Entwicklungsjahr, das aber von Spannung geprägt sein wird. Sportlich wollen wir die Eurocup-Chance nutzen und in der Bundesliga die Play-offs erreichen.
Mit welchen neuen Impulsen wird auch sportlich stabilisiert?
Individualtraining und das Athletikangebot sind wichtige Eckpfeiler, die wir weiter ausbauen. Junge Spielerinnen brauchen Struktur und die richtige Mischung aus Förderung, Forderung und Regeneration. Hier stärken wir die Gesamtsituation und bieten Bausteine an, die das Team sportlich voranbringen können und das Teambuilding stimmig machen. Teambuilding ist ein großer Punkt, der uns wichtig ist. Wir haben von der Abteilungsleitung den Auftrag erhalten, sportlich souverän aufzutreten und uns als eine Mannschaft zu präsentieren, sozialkompetent und niveauvoll. Auch wenn wir aufgrund des gekürzten Budgets nicht aus dem Vollen schöpfen, sind wir sicher, dass unser Team eine starke Entwicklung an den Tag legen wird und Basketball in Wasserburg Zukunft hat. Darum habe ich mich mit dem Management auf einen Zwei-Jahres-Vertrag geeinigt. Die kommende Saison als Entwicklungsjahr und mit dem Start der neuen Ausrichtung. Von diesen Impulsen gestärkt möchten wir dann im zweiten Jahr zeigen, was wir als Team gelernt haben und voll angreifen.
Wie weit sind die Planungen bezüglich Kader und Vorbereitungsphase denn schon fortgeschritten?
Momentan laufen Gespräche mit Spielerinnen, in den nächsten Wochen werden wir damit fertig sein. Die Planungen für Trainingseinheiten und die Taktik, auf die wir setzen, reift heran und wird sich über die Sommermonate noch ergänzen. Ich freue mich auf diese Chance.