Erstes Play-off-Finale in der Tischtennis-Bundesliga der Damen

Sieg wäre drin gewesen

von Redaktion

Kolbermoors Bundesliga-Tischtennisdamen haben mit dem 5:5-Unentschieden gestern Abend im ersten Play-off-Finale bei der TTG Bingen/Münster-Sarmsheim zumindest ihre Pflicht erfüllt. Jetzt reicht am Sonntag, 14 Uhr, ein Heimsieg für den ersten deutschen Meistertitel.

Bingen – Eigentlich hätten Kolbermoors Tischtennisdamen gerne das erste Spiel im Hexenkessel von Bingen gewonnen. Doch am Ende war man sich einig, dass es ein leistungsgerechtes Ergebnis war. Ein voller Erfolg war aber sicher möglich, denn die beiden Auftakterfolge nach den Eingangsdoppeln hatte man nicht unbedingt eingeplant.

„Eingangsdoppel waren ein Auftakt nach Maß“

Günther Lodes

Der stellvertretende Abteilungsleiter Günther Lodes meinte danach: „Für uns waren die Eingangsdoppel, auch wenn sie spannend verliefen, ein Auftakt nach Maß. Ich dachte, heute ist was drin“. Auch das war nicht aus der Luft gegriffen. Aber im ersten Paarkreuz ging man anschließend leer aus, was ebenfalls nicht unbedingt eingeplant war. Aber bei Kristin Lang fehlt immer noch das Quäntchen Glück. Gegen Yaping Ding lag sie im Entscheidungssatz mit 9:7 vorne und musste sich dann noch mit 9:11 geschlagen geben.

Die Gastgeberinnen hatten zwar weiterhin den Rückhalt ihrer Zuschauer, aber gepunktet hatten zunächst die Gäste aus Oberbayern. Was Sabine Winter gegen Marie Migot vom Stapel ließ, war eindrucksvoll. Obwohl sie den ersten Satz noch etwas verschlafen hatte und sowohl in Durchgang Nummer zwei wie auch im vierten Satz mit 6:9 zunächst im Hintertreffen lag, konnte sie das Blatt noch wenden. Dieser Erfolg war allerdings wichtig, denn Svetlana Ganinina zog zuvor gegen Yuan Wan den Kürzeren.

Im zweiten Einzeldurchgang trennte man sich im ersten Paarkreuz zunächst wieder unentschieden, sodass man bei einem Zwischenstand von 4:4 hielt. Der Krimi erreichte dann seinen Höhepunkt, als Sabine Winter zunächst mit 0:2 Sätzen gegen Yuan Wang im Hintertreffen lag und auf 2:2 ausgleichen konnte. Im Entscheidungssatz wechselte man aus Sicht von Sabine Winter beim Stand von 2:5 die Seiten. Die Kolbermoorerin glich dann zum 6:6 aus, verlor aber doch noch mit 7:11.

Am Ende durften sich die Oberbayerinnen aber doch noch freuen, denn Svetlana Ganina landete unmittelbar vor dem Spielende von Sabine Winter einen 3:0-Erfolg gegen die Französinnen Marie Migot und sicherte zumindest das Unentschieden ab.

Günther Lodes meinte nach Spielende: „Es waren insgesamt hervorragende Spiele und es war unheimlich spannend. Sabine Winter hätte es drauf gehabt, das zweite Spiel zu gewinnen. Dass wir ein Unentschieden erreicht haben, dafür waren die beiden gewonnenen Eingangsdoppel verantwortlich“. Am morgigen Sonntag müssen Kolbermoors Damen ab 14 Uhr, wenn in der ROFA-Arena das Rückspiel über die Bühne geht, noch ein paar Prozent drauflegen, wenn sie ihr Ziel deutscher Meister zu werden, verwirklichen wollen.

Für den SV DJK Kolbermoor punkteten: Doppel: Lang/Winter, Jia/Michajlova (je 1); Einzel: Winter, Liu, Ganina (je 1).

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