Fussball-Relegation

Albersinger hält die Klasse

von Redaktion

Joe Albersinger hat als Trainer der SpVgg Bayreuth noch kein Spiel gewonnen – und doch den Klassenerhalt geschafft. Nach dem 2:2 in Aubstadt reichte der „Altstadt“ im Rückspiel ein 1:1, um auch in der Saison 2018/19 in der Regionalliga zu spielen.


Bayreuth
– Der in Rechtmehring aufgewachsene Albersinger sollte eigentlich erst zur neuen Saison in der Festspielstadt antreten, hatte die Mannschaft aber schon vor dem bayerischen Pokalfinale (1:3 gegen Schweinfurt) übernommen. Vor mehr als 1500 Zuschauern musste die SpVgg bis zum Schlusspfiff zittern. Julian Kolbeck (49.) hatte die frühe Führung des Bayernliga-Zweiten (Martin Thomann, 12.) ausgeglichen.

Entscheidung in der 93. Minute

Auch im zweiten Relegationsspiel musste der Regionalligist bis in die Nachspielzeit bangen. Memmingen führte vor der Rekordkulisse von fast 2700 Zuschauern zwar früh durch Jannik Rochelt (5.), doch dem TSV Rain am Lech hätte nach dem 3:2 im Hinspiel ein Tor gereicht, um aufzusteigen. Erst Burak Coban traf zum erlösenden 2:0 (93.) für den FCM. Geleitet wurde die Partie von Matthias Zacher (Nußdorf/Inn).

Das neue Gesicht der Regionalliga

Damit bleibt der SV Seligenporten der einzige sportliche Absteiger aus der Regionalliga Bayern. Das abgeschlagene Schlusslicht FC Unterföhring hatte keine Lizenz beantragt.

So sieht die Regionalliga in der Saison 2018/19 aus: Bayern München II, FC Schweinfurt 05, VfR Garching, 1. FC Nürnberg II, FC Ingolstadt 04 II, VfB Eichstätt, FC Augsburg II, SV Wacker Burghausen, FV Illertissen, SV Schalding-Heining, TSV Buchbach, SpVgg Greuther Fürth II, FC Pipinsried, TSV 1860 Rosenheim, FC Memmingen, SpVgg Oberfranken Bayreuth, SV Viktoria Aschaffenburg (Aufsteiger), SV Heimstetten (Aufsteiger). Angepfiffen wird die Saison am 14. Juli.

Die Relegation bleibt ein Zuschauermagnet. Fast 4000 Fans sahen die beiden Duelle zwischen Rain und Memmingen, in Aubstadt und Bayreuth waren es zusammen mehr als 3100. Noch übertroffen wurden die Nordbayern aber von den beiden Lokalderbys in der Landesliga-Relegation zwischen dem SV Saaldorf und dem ESV Freilassing, die zusammen 3200 Zuschauer anzogen und damit alle Bayernliga-Relegationsspiele übertrafen. Allein im Rückspiel im ESV-Stadion waren es 1700.

Morgen startet der SV Saaldorf in die entscheidende Runde um den Aufstieg: Gegner ist der SB/DJK Rosenheim, einer von bayernweit fünf Landesligisten, die nach der ersten Runde übrig sind und nun neun Bezirksligisten gegenüberstehen.

Sportbund-Trainer Klaus Seidel ist ein echter Relegations-Profi: Vor einem Jahr hielt er mit dem SBR die Klasse, vor zwei Jahren stieg er mit dem Lokalrivalen TSV 1860 in die Regionalliga auf.

Bereits heute geht es für den SV Kirchanschöring in Laufen um den Klassenerhalt in der Bayernliga. Für die zweite Runde haben sich nur zwei der fünf Vizemeister aus den Landesligen qualifiziert.

Das Programm

Relegation zur Bayernliga: SV Kirchanschöring – BCF Wolfratshausen (in Laufen), SV Erlenbach – 1. FC Sand, ASV Vach – TSV Buch, alle heute, 18.30 Uhr (Rückspiele Samstag, 16 Uhr). Die Sieger spielen 2018/19 in der Bayernliga.

Relegation zur Landesliga: unter anderem SV Saaldorf – SB-DJK Rosenheim morgen, 16 Uhr (Rückspiel Sonntag, 16 Uhr), TV Erkheim – FC Moosinning morgen, 17.15 Uhr (Rückspiel Sonntag, 17.15 Uhr). Die Sieger spielen 2018/19 in der Landesliga. ah

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