Relegation zur Fussball-Landesliga

Euphorie im Keim ersticken

von Redaktion

SB/DJK Rosenheim muss sich Bezirksliga-Vize SV Saaldorf erwehren

Rosenheim – Noch einmal zwei Spiele. Zweimal 90 Minuten, vielleicht im Rückspiel auch noch länger. Am morgigen Donnerstag um 16 Uhr geht‘s in Saaldorf los, die endgültige Entscheidung folgt dann am Sonntag ab 16 Uhr im heimischen Josef-März-Stadion. Danach weiß man, ob die Fußballer vom SB/DJK Rosenheim auch in der kommenden Saison in der Landesliga spielen. Nachdem sie in der ersten Relegationsrunde den bisherigen Liga-Konkurrenten TSV Moosach bei Grafing bezwungen hatten, steht nun das Duell mit dem Bezirksliga-Vizemeister SV Saaldorf bevor.

Und das wird diesmal eine ganz andere Nummer: Schwirrten bei Moosach immer noch interne Probleme in den Köpfen herum und mangelte es beim Kontrahenten im Rückspiel auch an der Kondition, so kommt mit Saaldorf ein hochmotiviertes Team, vollgepumpt mit Euphorie. Die Rehrl-Butzhammer-Truppe war beste Rückrundenmannschaft in der Bezirksliga Ost und weist seit der Winterpause eine beeindruckende 8-3-1-Bilanz auf. Die Euphorie steigerten die beiden Relegationsspiele, wo man den „großen Lokalrivalen“ ESV Freilassing rauskegelte. Das Hinspiel gewann Saaldorf auf dem heimischen Sportplatz vor 1300 Zuschauern mit 1:0, im Rückspiel ging es vor 1700 Fans in die Verlängerung, wo dem SVS in der 118. Minute der entscheidende Ausgleichstreffer gelang.

Erste Aufgabe für den Sportbund ist es nun, diese Euphorie der Saaldorfer schon im Keim zu ersticken. Da wäre so eine engagierte Leistung wie in Moosach natürlich angebracht. Es gab kein langes Abtasten, sondern eine offensiv ausgerichtete SBR-Truppe, die sich im ersten Durchgang eine Vielzahl an gefährlichen Strafraumaktionen erspielte. Dass dann beide Treffer im zweiten Durchgang aus Standardsituationen fielen, war zwar so nicht ganz passend, aufgrund der überlegenen Spielweise allerdings nur gerechtfertigt.

Allerdings wird sich die Rosenheimer Defensive auch mit ein paar Eigenheiten der Saaldorfer zurechtfinden müssen. So gilt es, bei ruhenden Bällen auf den stämmigen Verteidiger Felix Großschädl aufzupassen, der im bisherigen Saisonverlauf acht Treffer erzielte. Beste Torschützen des SVS in der Bezirksliga waren Timo Portenkirchner mit 13 Toren und Kapitän Michael Hauser, der zwölfmal traf – allerdings musste der SVS-Mannschaftsführer in Freilassing nach zwölf Minuten verletzt raus. Er wird aber alles tun, um bei diesem Spiel mitzuwirken. Beim SBR hofft man darauf, dass Dominik Reichmacher seine Verletzung überwunden hat. Er kann in diesen beiden Partien eine wertvolle Kraft sein.tn

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