Fussball-Regionalliga Bayern

Den Zuschauerschnitt fast verdoppelt

von Redaktion

Für die 19 Klubs der Regionalliga Bayern ist die sechste Saison nach Einführung dieser Spielklasse im Jahr 2012 Geschichte. Durch die Aufnahme des TSV 1860 München ist das Premium-Produkt des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) eben durch das Mitwirken der Löwen so gut wie noch nie angenommen worden.

Knapp eine halbe Million Besucher strömten in die 19 Stadien. Im Vergleich mit den vier anderen Regionalligen liegt die bayerische 4. Liga auf Platz drei hinter den Staffeln Südwest und West. Die Zahlen lauten: Südwest (582872/Schnitt 1714), West (502846/1643), Bayern (488478/1428), Nordost (362500/1185) und Nord (184601/603). Durch die Eingruppierung der Sechziger ging der Schnitt von 771 Fans pro Partie also deutlich nach oben, war fast doppelt so hoch.

In der Abstiegs-Relegation sicherten sich die SpVgg Bayreuth gegen den TSV Aubstadt (2:2 und 1:1) und der FC Memmingen gegen den TSV Rain/Lech (2:3 und 2:0) den Klassenerhalt. Die Partie des TSV 1860 München gegen den 1. FC Nürnberg musste aufgrund von Ausschreitungen in der Zweitliga-Relegation 2017 vor leeren Rängen ausgetragen werden, das hatte ein Sportgericht so entschieden. Zudem gab es eine Spielwertung. Nach einem Gewitter hatte die SpVgg Greuther Fürth II es beim FC Pipinsried versäumt, rechtzeitig auf den Platz zurückzukehren. Die Partie musste wegen Dunkelheit abgebrochen werden. Pipinsried erhielt die Punkte am grünen Tisch.

Ein Spieler hat keine einzige Minute versäumt. Dauerbrenner war Torhüter Martin Gruber (FC Memmingen). Ebenfalls 36-mal dabei waren fünf weitere Spieler, und zwar Thore Dengler (SpVgg Bayreuth), Maximilian Mayerl (TSV 1860 Rosenheim), Andreas Knipfer (1. FC Nürnberg II), Nicolas Jann (FV Illertissen) und Thomas Breu (TSV Buchbach).

534 Spieler, sieben mehr als in der Vorsaison, wurden in der Saison 2017/18 in den 342 Spielen in der Regionalliga Bayern eingesetzt. Nominiert wurden 624 (Vorjahr 603) Akteure, die auf den Spielberichten standen. 90 Kicker verfolgten die Spiele aber nur von der Einwechselbank aus.

30 Trainer standen an der Seitenlinie der 19 Klubs. Sieben Vereine tauschten ihre Chefanweiser, drei von ihnen gleich zweimal. Beim FC Ingolstadt 04 II rückte Stefan Leitl zu den Profis auf. NLZ-Leiter Roland Reichel half aus, ehe Ersin Demir fest diesen Posten übernahm. Beim FC Augsburg II hörte Ex-Nationalspieler Christian Wörns auf. Alexander Frankenberger übernahm kurzzeitig, bis Dominik Reinhardt fest installiert wurde. Zwei Wechsel gab es auch in Bayreuth. Kurz vor dem Winter musste Marc Reinhardt aufhören, der aber im Verein blieb. Bis Saisonende war Christian Stadler im Amt. Der wurde noch vor dem Pokalendspiel gegen Schweinfurt und für die Relegation von Joe Albersinger abgelöst. Beim FC Memmingen wurde Stefan Anderl entbunden, ihm folgte bis zum Winter Manager Bernd Kunze und ab 2018 Stephan Baierl. Einen ungeplanten Trainerwechsel gab es beim FV Illertissen, weil es Ilija Aracic als Co-Trainer zum Bundesligisten VfB Stuttgart zog. Sein Nachfolger wurde Herbert Sailer. Gehen mussten Thomas Seethaler (FC Unterföhring) und Patrick Mölzl (SV Wacker Burghausen). Für dieses Duo wurden Peter Faber (Unterföhring) und Ronald Schmidt (Burghausen) installiert.

1082 Tore, genau 100 mehr als in der Vorsaison, wurden erzielt, was einen Schnitt von 3,16 Treffern pro Partie bedeutet. Im Vorjahr wurden 982 Treffer (Schnitt 3,21) geschossen. Torschützenkönig wurde mit 27 Treffern Adam Jabiri vom Dritten 1. FC Schweinfurt 05. Es folgen Kwasi Okyere Wriedt (21, FC Bayern München II), Fabian Eberle (20, VfB Eichstätt), Sascha Mölders (19, TSV 1860 München), Dennis Niebauer (16, VfR Garching), Sascha Marinkovic (15, SV Wacker Burghausen) und Manuel Feil (15, 1. FC Nürnberg II).

Ein Verein ohne Rote Karte gab es in der Regionalliga Bayern. Verschont blieb einzig der 1. FC Schweinfurt 05. Gleich sechsmal Rot gab es für den TSV 1860 Rosenheim. Fünfmal Rot kassierte der FC Pipinsried. Ohne Gelb-Rot kam kein Klub aus. Sechsmal Gelb-Rot sammelte Schlusslicht FC Unterföhring. Fünfmal mit der Ampelkarte waren Spieler der Vereine FC Memmingen, TSV Buchbach und VfR Garching betroffen. Die Fairness-Tabelle führt der 1. FC Nürnberg II an. Die Reihenfolge lautet: 1. FC Nürnberg II (62), FV Illertissen (64), FC Bayern München II (73), TSV 1860 München (81), SV Schalding-Heining (83), SV Seligenporten (83), FC Ingolstadt 04 II (83), SpVgg Bayreuth (86), SV Wacker Burghausen (92), FC Augsburg II (93), VfR Garching (96), 1. FC Schweinfurt 05 (100), TSV Buchbach (106), SpVgg Greuther Fürth II (107), FC Pipinsried (110), FC Memmingen (113), TSV 1860 Rosenheim (113), VfB Eichstätt (113) und der FC Unterföhring mit 122 Punkten.

43 Rote Karten (Vorjahr 36) wurden gezeigt, ein leichter Anstieg. Gleich zweimal mit Rot vom Platz flogen Danijel Majdancevic vom TSV 1860 Rosenheim, Ivan Knezevic (SpVgg Bayreuth) und Luis Grassow (FC Pipinsried).

55 Gelb-Rote Karten (Vorjahr 33) wurden verteilt, was eine deutliche Zunahme ist. Hier traf es sieben Spieler zweifach. Betroffen waren Dennis Niebauer (VfR Garching), Fabian Hürzeler (FC Pipinsried), Nicola Della Schiava (FC Augsburg II), Arijanit Kelmendi, Fabio Sabbagh (beide FC Unterföhring), Derrick Arthur Köhn (FC Bayern München II) und Merphi Kwatu (TSV Buchbach).

1400 Gelbe Karten (Vorjahr 1236) zeigten die Schiedsrichter. Spitzenreiter mit 15 Gelben Karten ist Jonatan Kotzke vom FC Ingolstadt 04 II vor Aaron Berzel (13, TSV 1860 München) und Lucas Schraufstetter (13, VfB Eichstätt). Es folgen mit je zwölf Verwarnungen Sascha Mölders vom Meister TSV 1860 München und Christopher Kracun (1. FC Schweinfurt 05).

488478 Zuschauer sahen die 342 Spiele. Das entspricht einem Schnitt von 1428 Besuchern pro Begegnung. In der vorigen Saison lag der Besucherzuspruch bei 235.784 Fans (Schnitt 771). Damit wurde im sechsten Jahr der Regionalliga Bayern ein neuer Rekord aufgestellt. Der Hauptgrund ist in erster Linie, dass der Meister TSV 1860 München mit alleine mehr als 211000 Zuschauern den Löwenanteil an der neuen Bestmarke aufweisen konnte. Absoluter Spitzenreiter mit einem Schnitt von 11764 Zuschauern sind die Löwen, die ja in der nächsten Spielzeit nicht mehr dabei sind. Acht Vereine haben einen vierstelligen Durchschnitt geschafft. Die Rangfolge in der Zuschauergunst ab Platz zwei lautet: FC Augsburg II (1435), 1. FC Schweinfurt 05 (1364), SV Wacker Burghausen (1274), 1. FC Nürnberg II (1224), FC Bayern München II (1134), SV Schalding-Heining (1048), SpVgg Bayreuth (1022), FC Memmingen (1018), VfB Eichstätt (893), TSV Buchbach (841), FC Pipinsried (771), FV Illertissen (652), TSV 1860 Rosenheim (558), VfR Garching (536), FC Ingolstadt 04 II (470), SV Seligenporten (457), FC Unterföhring (340) und die SpVgg Greuther Fürth II mit einem Schnitt von 322 Interessierten.

42 Schiedsrichter (Vorjahr 41) kamen zum Einsatz. Spitzenreiter mit 14 Einsätze war Andreas Hummel (Betzigau). 13 Partien leiteten Thomas Berg (Landshut), Andreas Hartl (Hacklberg), Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang), Markus Huber (Wurmannsquick) und Roman Potemkin (Friesen).

Drei Tabellenführer gab es in der Spielzeit 2017/18. Am ersten Spieltag stand der FC Bayern München II ganz oben. Vom zweiten bis zum vierten Spieltag hatte der 1. FC Schweinfurt 05 dreimal Platz eins inne. Dann übernahm der spätere Meister TSV 1860 München.

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