Die Entscheidungen im Auf- und Abstieg sind gefallen. 18 Klubs, davon 15 aus Oberbayern und drei aus Niederbayern, haben um den Titel gerungen. Meister ist der SV Türkgücü-Ataspor München, der mit dem erstmaligen Aufstieg in die Bayernliga den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte feiern konnte. Der Vorgängerverein SV Türk Gücü München spielte allerdings auch schon einmal in der Bayernliga.
Vizemeister wurde der SC Eintracht Freising, der aber in der Relegation am SV Kirchanschöring scheiterte. Direkt absteigen musste mit dem TV Aiglsbach ein Neuling aus Niederbayern. Auch der SV Manching ging direkt wieder runter. In der Relegation erwischte es den TSV Moosach bei Grafing und den ESV Freilassing. Der SB DJK Rosenheim konnte sich wie im Vorjahr den Klassenerhalt über die Relegation sichern. Wie erwähnt sorgte der Nichtantritt des TSV Moosach bei Grafing für Wirbel in der Liga, der vom Sportgericht mit 500 Euro Strafe mild sanktioniert wurde. Somit gab es also dieses Jahr vier Absteiger.
Drei Spieler haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt und die 34 Spiele komplett absolviert. Dauerbrenner waren Bernd Geiß (SV Manching), Michael Mayer (ESV Freilassing) und Maximilian Sammereier (TuS 1860 Pfarrkirchen). 15 weitere Kicker wurden auch 34-mal eingesetzt, kamen aber nicht auf die volle Anzahl von 3060 Spielminuten. Das waren Sergej Volkov, Samed Bahar, Benedikt Baßlsperger, Endurance Ighagbon (alle FC Töging), Timm Schwedes, Sebastian Hager (beide SV Erlbach), Manfred Gröber, Matthias Ehrenreich (beide TV Aiglsbach), Andreas Giglberger, Michael Kopp (beide VfB Hallbergmoos), Christopher Obermeier (TuS 1860 Pfarrkirchen), Christian Roth (ASV Dachau), Marco Finster (FC Deisenhofen), Michael Bachhuber (TuS Geretsried) und Sebastian Pietsch (TSV Kastl).
510 Spieler wurden in dieser Saison in den 305 Spielen eingesetzt. 585 Akteure standen insgesamt auf den Spielberichtsbögen.
22 Trainer standen in der Saison 2017/18 an der Seitenlinie. Nur zwei Vereine tauschten ihren Übungsleiter aus, so wenige Wechsel gab es noch nie. Beim TSV Moosach bei Grafing standen die Brüder Markus und Florian de Prato gleichberechtigt in der Verantwortung. Den ersten Wechsel auf der Kommandobrücke gab es nach sieben Spielen beim SV Erlbach. Manuel Kagerer musste gehen, es kam Jens Kern. Für Andreas Koch war beim TSV Grünwald nach 20 Spielen Schluss, Nachfolger Pero Vidak hielt den Aufsteiger direkt in der Liga. Zwischendurch hatte Grünwalds Sportlicher Leiter Michael Vötter ein Spiel gecoacht.
1030 Tore wurden erzielt, Schnitt 3,38 pro Partie (Vorjahr 2,95), was einen leichten Anstieg bedeutet. Bester Torschütze ist Manfred Gröber vom Schlusslicht TV Aiglsbach mit 31 Treffern, was zugleich der höchste Wert aller fünf Landesligen ist. Es folgen Albert Deiter (29, ESV Freilassing), Andreas Hohlenburger (28, SC Eintracht Freising), Joseph James (28, SC Eintracht Freising), Daniel Leitz (23, ESV Freilassing), Yasin Yilmaz (23, SV Türkgücü-Ataspor München), Maximilian Stapf (16, TSV Grünwald), Benjamin Held (15, VfB Hallbergmoos) und Sebastian Lattermann (15, FC Deisenhofen).
60181 Zuschauer kamen in die 18 Stadien, ein Schnitt von 197 Fans pro Spiel. Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen im Schnitt 218 Besucher pro Partie. Zuschauerkrösus ist der Neuling und Tabellenletzte TV Aiglsbach mit einem Schnitt von 410 Besuchern. Es folgen auf den weiteren Plätzen FC Töging (339), SV Türkgücü-Ataspor München (260), SV Erlbach (233), SC Eintracht Freising (226), ESV Freilassing (216), VfB Hallbergmoos (205), SpVgg Landshut (196), TuS Geretsried (186), TSV Kastl (175), TuS 1860 Pfarrkirchen (168), TSV Moosach (159), TSV Neuried (133), ASV Dachau (129), FC Deisenhofen (127), SB DJK Rosenheim (113), TSV Grünwald (110) und SV Manching (104). Nur in einem Spiel wurde eine vierstellige Besucherzahl erreicht und zwar mit 1200 Besuchern im Spitzenspiel zwischen dem SC Eintracht Freising und dem SV Türkgücü-Ataspor München. Der schwächste Besuch von nur 50 Interessierten gab es gleich mehrfach und zwar bei den Vereinen ASV Dachau, FC Deisenhofen, TSV Grünwald und SV Manching. Die Landesliga Südost liegt in der Gunst im Vergleich mit den anderen Landesligen auf Platz zwei. Die Besucher der Landesligen: Mitte (70029, Schnitt 230), Südost (60181, 197), Nordwest (46134, 192), Nordost (54717, 179) und Südwest (45186, 166).
36 Rote Karten gab es (Vorjahr 33) und 62 Gelb-Rote (Vorjahr 49) Platzverweise, in dieser Kategorie also eine deutliche Steigerung. Gänzlich ohne Hinausstellung blieb kein Klub. Der SC Eintracht Freising, wie in den drei letzten Jahren, die TuS 1860 Pfarrkirchen, der TSV Grünwald und der TV Aiglsbach blieben ohne Rote Karte. Ohne Gelb-Rot kam nur der Meister SV Türkgücü-Ataspor München über die Runden. Der ESV Freilassing ist mit sechsmal Rot Spitzenreiter. Es folgt der SV Manching (5). Bei den Gelb-Roten Entscheidungen ist der TSV Moosach bei Grafing mit sechs Spitzenreiter gefolgt vom ASV Dachau, TSV Kastl und FC Deisenhofen mit je fünf Ampelkarten. Die Fairness-Tabelle führt der SC Eintracht Freising mit 54 Punkten an. Es folgen Meister SV Türkgücü-Ataspor München (56), SB DJK Rosenheim (74), TuS 1860 Pfarrkirchen (76), ASV Dachau (78), TSV Grünwald (81), SpVgg Landshut (83), SV Erlbach (83), TV Aiglsbach (83), TSV Kastl (84), FC Deisenhofen (90), TSV Moosach (92), FC Töging (97), TuS Geretsried (101), TSV Neuried (102), Hallbergmoos (104), SV Manching (104) und Letzter ist Freilassing mit 125 Punkten.
Sieben böse Buben verzeichnet die Liga. Das sind Spieler, die mindestens zweimal vom Platz gestellt worden sind. Maximilian Reid vom TSV Neuried sah zweimal Rot. Zweimal Gelb-Rot und einmal Rot holte sich Zvonimir Kulic vom ASV Dachau ab. Zweimal Gelb-Rot erhielten Markus Teichmann, Peter Hoyer (beide TSV Moosach), Martin Mayer (FC Deisenhofen), Hannes Langenecker (TSV Kastl), Matija Zupanec (TSV Grünwald) und Dominik Brich (SB DJK Rosenheim). Je einmal Rot und Gelb-Rot kassierten Nico Ziegler, Azad El-Mahmoud (beide SV Manching), Harald Bonimeier (SV Erlbach) und Martin Göppinger (TSV Kastl).dme