Hochfellnberglauf

Deutscher Berglaufstar Sarah Kistner startet

von Redaktion

„Mit Sarah Kistner vom MTV Kronberg hat uns eine weitere Top-Athletin die Startzusage gegeben“, freut sich der stellvertretende OK-Chef und „Vater“ des Internationalen Hochfellnberglaufes Georg „Bibi“ Anfang knapp vier Monate vor der 45. Ausgabe am 30. September.

Bergen – Die amtierende deutsche Berglaufmeisterin hat vor ihrer vierten Teilnahme nur gute Erinnerungen an den deutschen Berglauf-Klassiker. Gleich bei ihrem Premierenstart 2014 wurde die damals 16-Jährige deutsche Vizemeisterin. 2015 musste sie mit einer Laufzeit von 51:57,4 Minuten bei den Damen nur der österreichischen Ausnahmeläuferin Andrea Mayr den Vortritt lassen. Auch 2017 belegte sie hinter der sechsfachen Weltmeisterin und vierfachen Europameisterin Mayr den zweiten Rang. Ihre Laufzeit konnte Kistner im Vorjahr zwar um rund 1,20 Minuten auf 50:37,8 Minuten verbessern, dennoch war die 18 Jahre ältere Mayr am Ende über drei Minuten schneller. Die Österreicherin blieb bei ihrem achten Hochfelln-Titel nur hauchdünn über ihrem Streckenrekord von 47:28,2 Minuten, den sie 2008 aufgestellt hatte. In der „Ewigen Hochfellnberglauf-Bestenliste“ nimmt Kistner seit dem Vorjahr den zehnten Rang ein. Die in dieser Wertung knapp vor ihr liegenden Läuferinnen Janine Saxer-Jusko/ Polen (9. Platz/50:27,8 Minuten), Heather Heasman/ Großbritannien (8. Platz/ 50:26,2), Mathilda Ravizza/ Italien (7. Platz/50:13,3) und Isabela Zatorska/Polen (6. Platz/50:11,8) könnte sie also bei einer ähnlichen Leistungssteigerung schon in diesem Jahr hinter sich lassen. Zur deutschen Bestzeit von Birgit Unterberger, die mit 49:43,2 Minuten (Berglauf-WM 2000 in Bergen) auf Platz fünf liegt, fehlen ihr nur 54,6 Sekunden – auch dies scheint im Bereich des Möglichen.

Obwohl die Mathematik-Studentin Kistner erst 20 Jahre alt ist, hat sie in ihrer sportlichen Vita schon viele großartige Erfolge vorzuweisen. 2014 wurde sie in Italien Vize-Juniorenweltmeisterin und Juniorenweltmeisterin im Teamwettbewerb (Altersklasse U20).

Bei der Junioren-Europameisterschaft 2015 in Portugal holte sie Gold im Einzel und im Teamwettbewerb und 2016 krönte sie sich in Bulgarien zur Juniorenweltmeisterin im Einzel und Junioren-Vizeweltmeisterin im Teamwettbewerb (jeweils U20). 2017 setzte sich Kistner dann bei der deutschen Berglaufmeisterschaft in Bayerisch-Eisenstein/Großer Arber erstmals die nationale Krone auf.

Dass sie bei ihren deutschen Teamkolleginnen auch als Sprachrohr und Interessensvertreterin geschätzt ist, zeigt sich an ihrer Funktion als Aktivensprecherin des DLV-Berglaufkaders.

Mitte März 2018 wählten sie Kistner in dieses wichtige Ehrenamt. mmü

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