Kanu-Weltmeisterschaften auf der Muota

Köstle und Paufler mit WM-Bronze

von Redaktion

Bei besten Bedingungen fanden die Kajak-Wildwasser-Weltmeisterschaften in der Schweiz statt. Nico Paufler und Lisa Köstle von den Abfahrern des Kajak-Klub Rosenheim hatten sich im Vorfeld mit ihren Leistungen qualifiziert und hofften nun auf eine tolle WM.


Am Ende wurden beide KKR-Teilnehmer für ihre starken Leistungen mit der Bronzemedaille belohnt. Die Muota im Kanton Schwyz ist ein circa 30 Kilometer langer Wildfluss, der in den Vierwaldstättersee mündet. Kernstück der Rennstrecke ist der für den Fluss berühmte Muotafelsen, eine schwierig zu fahrende Passage, wo das Wasser mit viel Druck auf einen großen Felsen mitten im Fluss zuströmt.

Die WM mit Klassik- und Sprintwettkämpfen wurde von den Schweizern hervorragend organisiert. Die WM startete mit den Klassikrennen. Gerade hier machte sich Nico Paufler große Hoffnungen, denn es ist seine Spezialdisziplin. Allerdings kam er aber auf der anspruchsvollen Strecke, die stetig mit Wellen, Walzen und Steine gespickt ist, nicht gut zurecht. Der Kunstoffstudent von der FH Rosenheim erkämpfte sich den 13. Platz und verpasste damit das anvisierte Ziel Top Ten. Dennoch schaffte er den Sprung in die Teamrennen als zweitbester Deutscher und wahrte sich die Chance auf eine Medaille.

Lisa Köstle hatte es dieses Mal sehr schwer, da sie zusätzlich noch ihr Abitur geschrieben hatte. Sie war deshalb mit ihrem 14. Platz im Einzel in einem hochdekorierten Feld sehr zufrieden. Auch sie konnte sich damit als drittbeste Deutsche für das Mannschaftsrennen qualifizieren.

Hier steigerte sie sich ganz enorm und fuhr mit den zwei arrivierten deutschen Damen Alke Overbeck und Sabine Füßer ein super Rennen. Trotzdem reichte es dennoch nur zum vierten Platz mit unglaublichen drei Hundertstel Rückstand auf Bronze. So nah liegt im Sport der Unterschied zwischen Freudentränen der Schweizer Damen, die sich Bronze sicherten und denen der Deutschen wegen der verpassten Medaille. Weltmeister wurden die Tschechinnen vor den Französinnen.

Bei den Herren allerdings klappte es besser und Nico Paufler holte zusammen mit seinen Kollegen Björn Beerschwenger und Finn Hartstein den dritten Platz. Trotz eines Fahrfehlers des Rosenheimers rund um den Muotafelsen freuten sich die Drei über die Medaille hinter Frankreich und Tschechien.

Dann folgten die Sprintwettkämpfe auf der einminütigen Strecke mit vielen schwierigen Passagen. Nico Paufler war das eine Nummer zu schwer und er erreichte den 37. Platz. Lisa Köstle zeigte einmal mehr ihr großes Talent. Mit ihren erst 18 Jahren kam sie erneut unter die besten 15 und qualifizierte sich für die Mannschaft.

Hier war das Glück dann auch endlich auf Seiten der Deutschen. Mit einer engagierten und fehlerfreien Fahrt sicherten sich die deutschen Damen die erste Medaille. Platz drei hieß es am Ende und Trainer und Vorstand Konrad Hollerieth resümierte „Es war eine gute WM, die beiden haben das im Rahmen ihrer Möglichkeiten Beste herausgeholt. Dass jeder eine Medaille geschafft hat, freut mich für die beiden persönlich ungemein!“

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