Reischach – Am Samstag feierten die Schützlinge von Erfolgstrainer Franz Berger im entscheidenden zweiten Relegationsspiel der beiden Kreisliga-Vizemeister auf eigener Anlage einen ungefährdeten und völlig verdienten 4:1-Sieg über den SV Bruckmühl und machten damit den Durchmarsch perfekt.
Die Holzland-Truppe aus der Kreisliga 2 präsentierte sich vor 622 Zuschauern wie aus einem Guss und zog mit dieser mannschaftlichen Geschlossenheit dem ballsichereren Pendant aus der Gruppe 1, bei dem einige Akteure schon höherklassig gespielt haben, den Zahn. Gegen das kampfstarke TSV-Kollektiv wirkten die Bruckmühler, die beim 2:1 im Hinspiel noch dominiert hatten, über weite Strecken ratlos. „Wir haben sie nicht spielen lassen. Das war eine überragende Laufarbeit“, lobte Franz Berger seine kompromisslos auftretenden Schützlinge.
Beim Gastgeber fehlte Florian Scholz nach seiner Roten Karte. Für den auf der Bank mitfiebernden Kapitän lief Christoph Vilsmaier auf, der mit drei Treffern zum Matchwinner avancierte.
Bruckmühl wollte in der dritten Kreisliga-Saison nach zweimal Platz 3 in den Vorjahren nun den Sprung auf Bezirksebene schaffen und wurde von einer großen, lautstarken und zunächst siegessicheren Anhängerschar begleitet. Die Stimmung bei den Fans der Gäste stieg auch gleich, denn ihre Mannschaft begann optisch überlegen. Sie verzeichnete durch Anian Folger in der 3. Minute einen ersten Warnschuss und kurz darauf zwei Eckbälle. In der 12. Minute wurde es jedoch schlagartig ruhig auf SV-Seite: Florian Heuschneider passte den Ball durch die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr auf Vilsmaier, der cool blieb und gegen den herauslaufenden Torhüter Johann Brandstetter die erste Chance zum 1:0 nutzte. Fünf Minuten vor der Pause schlugen dann die Holzland-Kicker noch einmal zu: Bei einem schnell vorgetragenen Angriff setzte Bastian Berger schön Stefan Hametner in Szene und der vollendete zu seinem 17. Saisontreffer.
Nach der Halbzeit agierte Bruckmühl offensiver. Dann wurden die Gäste aber erneut durch den flinken Vilsmaier eiskalt erwischt, der wie beim 1:0 eine Vorlage von Heuschneider verwertete (48.). In der Folge bemühten sich die Mannen um den technisch beschlagenen Gürtler, brachten aber wenig Konstruktives zustande und waren vor allem im Abschluss viel zu harmlos. Gürtler verpasste gegen eine starke Fußabwehr von Schreiner den Anschluss (73.) und der eingewechselte Mayer köpfte den Ball nach einer Ecke knapp vorbei (75.).
Die beste Gelegenheit zum 1:3 bot sich in der hektischen und von zahlreichen Nickligkeiten geprägten Schlussphase bei einem Elfmeter, den Maximilian Prinz im Strafraumgewühl gegen Charly Kunze verursacht hatte. Der Gefoulte trat selbst an und traf den Innenpfosten, von wo der Ball ins Feld zurücksprang (89.). In der Nachspielzeit verkürzte Bruckmühl durch einen Kopfball von Gürtler dann doch noch (90.+1). Das war aber noch nicht alles: Als der Gast mit Mann und Maus inklusive Schlussmann Brandstetter stürmte, landete ein Befreiungsschlag bei Vilsmaier, der kurz hinter der Mittellinie abzog und das Leder in die leeren Maschen hoppeln ließ (90.+4). Der Rest war Jubel, weil Schiedsrichter Patrick Schönherr ( Piding) das Duell gar nicht mehr anpfiff. fa