Fussball-Relegation

Der echte „Treffer des Jahres“

von Redaktion

Markus Spötzl schießt den TSV Aßling gegen Eiselfing in die Kreisklasse

Rott – Den offiziellen „Bayern-Treffer“ des Jahres, einen Gewaltschuss aus 30 Metern, erzielte Markus Spötzl vor fast genau zehn Monaten in Höhenrain. Doch sein „Treffer des Jahres“ am Montagabend in Rott war für den TSV Aßling viel wichtiger: Denn er bedeutete den Aufstieg in die Kreisklasse, erstmals seit 2005 – und den Abstieg für den TSV Eiselfing, der vor einem Jahr noch um den Kreisliga-Aufstieg gekämpft hatte.

Besonders spektakulär war Spötzls 1:0 nach 18 Minuten nicht. Der Mittelfeldmann wuselte in den Strafraum, umkurvte zwei Eiselfinger Verteidiger herum und schloss knockentrocken ins kurze Eck ab. Dabei ist Toreschießen eigentlich gar nicht seine Aufgabe. Dass das schon die Entscheidung war, konnte da noch niemand ahnen. Außer vielleicht die weiblichen Fans auf der Tribüne, die schon vor dem Anpfiff mit „Aufsteiger“-T-Shirts herumliefen. Auch auf dem Feld startete die Elf von Robert Lechleiter mit breiter Brust, die Eiselfinger brauchten lange, bis sie ins Spiel fanden.

Nach dem 0:1 musste Konrad Seidinger im Eiselfinger Tor nicht nur einmal halsbrecherisch gegen einen heranstürmenden Aßlinger retten. Nach der Pause wurde die Elf von Thomas Kölbl etwas aktiver, doch die Angst vor dem Abstieg – oder die Kulisse von fast 850 Zuschauern – lähmte offenbar die Beine. Die Aßlinger standen gut, so dass sich wenig Anspielstationen in der Nähe des Strafraums ergaben. Nur mit Kontern blieb Eiselfing gefährlich. Die beste Gelegenheit zum Ausgleich hatte Markus Pauker, dessen Kopfball immer länger wurde, doch letztlich am linken Pfosten abprallte.

Zehn Minuten vor dem Ende forderte Aßling vehement Elfmeter, doch Schiedsrichter Martin Mooser (Oberbergkirchen) verlegte den Tatort vor die Strafraumgrenze.

Und als ein Eiselfinger Befreiungsschlag misslang, hatte Stefan Kuklok das 2:0 auf dem Fuß, jagte das Leder aber in die dunklen Wolken des Abendhimmels. Fünf Minuten später, nach dem Abpfiff, war das nur noch eine Randnotiz. ah

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