Segeln

Gutjahr als „Meister der Plätte“

von Redaktion

5. Priener Plätten-Regatta beim Segelclub Prien ausgetragen

Prien – Ein schönes, aber heimtückisches Luder, so bezeichnet der auch am Chiemsee lebende Schriftsteller Sten Nadolny in einem seiner Romane die Chiemsee-Plätte. Ursprünglich war sie nicht für das wettkampforientierte Regattasegeln geeignet, da sie den Fischern am Chiemsee nur als Ruderboot diente.

Mit einem Steckschwert aus Metall, einem einheitlichen Riss und einer Segelfläche von zehn Quadratmetern wurde die Plätte Anfang des 20. Jahrhunderts segeltauglich gemacht. Somit konnten sich auch die Fischer müheloser auf dem Chiemsee bewegen. Segelfehler oder Seitenneigung bei hohen Wogen und Starkwind verzeiht die Plätte jedoch nicht. Viele, auch erfahrene Segler haben in diesem Boot feuchte Füße bekommen oder sind mit ihm schon gekentert, da es nicht. für seine Gutmütigkeit bekannt ist.

Der Priener Segelclub konnte in diesem Jahr elf Plätten-Segler zu den drei ausgeschriebenen Wettfahrten unter der Leitung von Andreas Bodler willkommen heißen. Strahlender Sonnenschein und gute Windverhältnisse schafften die optimalen Bedingungen für die Regatta. Die Plätten mit ihrem einfachen, zweckmäßigen Aufbau und ihrem natürlichen Baumaterial aus Mahagoni, Zeder oder Gabun entfalteten ihre besondere Ausstrahlung und schlanke Schönheit auf dem Chiemsee. Viele Bewunderer kamen mit ihren Booten, um sich das Wettkampfschauspiel anzusehen.

Bei der Siegerehrung gab es keine Überraschung, da Rainer Gutjahr als Meister der Plätte bezeichnet werden konnte, der das Siegertreppchen nie verpasst hat. Aber auch Gerald Metz als zweiter und Friedl Liese als dritter Sieger sind bekannt für ihr Geschick mit diesem traditionellen Chiemsee-Boot.re

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