Tischtennis

Schleich mit historischem Wahlerfolg

von Redaktion

Rosenheimer beim Bezirkstag des neuen Tischtennis-Bezirks mit 100 Prozent zum Vorsitzenden gewählt

Traunreut – Die bayerische Tischtennisszene hat sich seit dem vergangenen Wochenende neu aufgestellt. Von nun an gibt es nur noch Bezirke, deren neuer Bezirksvorsitzender aus dem ehemaligen Kreis Rosenheim kommt.

Der Versuch, den Tischtennissport in Bayern in eine andere Richtung zu lenken, wurde bereits vor fünf Jahren unternommen. Damals aber gab es seitens der Vereine viel Gegenwind, da viele Fragen offenblieben. Daraufhin hat eine sogenannte „Strukturreformgruppe“ die Arbeit aufgenommen und Vorschläge ausgearbeitet, deren Ergebnis jetzt auf dem Gründungsbezirkstag in Traunreut präsentiert wurde. Wie der Präsident des Bayerischen Tischtennis-Verbandes, Konrad Grillmeyer, erklärte, wurden die bisher 70 Tischtennis-Kreise in 16 Bezirke umgewandelt. Als Grund gab er unter anderem an, dass einige kleine Kreise nicht überlebensfähig waren und zudem auch nicht alle Fachwarte-Positionen besetzt werden konnten. Wie man feststellen musste, verringerte sich die Anzahl der Vereine in den letzten zehn Jahren, was auch zu sinkenden Mitgliederzahlen führte. Das wiederum führte zu einem geringeren Beitragsaufkommen. Verschiedene Maßnahmen, Änderungen herbeizuschaffen, blieben teilweise hinter den Erwartungen. „Die Strukturreform bietet nun die Gelegenheit, neu zu beginnen“, sagte Grillmeyer.

Regionale Vereine sind nun im „Bezirk 16, Oberbayern Ost“

Was die hiesige Tischtennisszene betrifft, wird der neue Bezirk unter dem Namen „Bezirk 16, Oberbayern Ost“ geführt. Er entstand aus den ehemaligen Kreisen Mühldorf, Altötting, Bad Reichenhall/Traunstein und Rosenheim. Insgesamt fallen in den neuen Bezirk 105 Vereine, wobei hier die ehemaligen Kreise Rosenheim und Bad Reichenhall/Traunstein alleine schon über 70 Vereine einführen. Änderungen gab es hinsichtlich neuer Bezeichnungen beziehungsweise wurden als den alten Kreisligen nun Bezirksligen.

Zum neuen Bezirksvorsitzenden kürten die auf dem Gründungsbezirkstag anwesenden Vereine den ehemaligen Rosenheimer Kreisvorsitzenden Walter Schleich. Der Pfaffinger, der zugleich auch Vorstandsvorsitzender des TTV Rosenheim ist, durfte sich dabei über die Zustimmung von 100 Prozent der Wahlberechtigten freuen. Ihm zur Seite stehen werden ebenfalls einige ehemalige heimische Kreisvertreter, wie beispielsweise der Bezirksfachwart für Vereinsservice und Breitensport Andreas Gruber aus Babensham. Neuer Sportrichter im Bezirk ist Alois Kurfer aus Bad Endorf. Mit dem zukünftigen Bezirksfachwart Günther Egger aus Laufen, der für den gesamten Sportbetrieb verantwortlich sein wird, sowie dessen Sohn Sebastian Egger als Bezirksjugendwart und der Kassenwartin Petra Langbauer aus Waging stellt der ehemalige Kreis Traunstein ebenfalls drei Vertreter. Des Weiteren stehen dem neuen Bezirksvorstand zahlreiche berufene Fachwarte zukünftig zur Verfügung.

Dass dem neuen Vorstand viel Arbeit bevorsteht, dessen ist sich Walter Schleich bewusst. Zu seinen Aufgaben wird es unter anderem gehören, die Mannschaftsstärke in den nächsten Jahren auf ein einheitliches Maß zu bringen. In Abstimmung mit den anwesenden Vereinen werden die Teams in den Bezirksklassen D und C ab der Saison 2019/2020 nur noch mit vier Spielern pro Mannschaft antreten. Ein weiterer Kompromissvorschlag sieht vor, dass ab der Spielzeit 2020/2021 auch die Bezirksklasse B auf Vierermannschaften umgestellt wird.eg

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